Damit alles läuft, wenn es brennt

Uwe Häde unterstützt hauptamtlich die Rotenburger Feuerwehr

Uwe Häde im Einsatzfahrzeug der Feuerwehr
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Viele Geräte sind Akku-gestützt: Uwe Häde muss auch die elektronischen Geräte in den Einsatzfahrzeugen auf Funktionsfähigkeit überprüfen.  

Wer eine Leidenschaft für die Feuerwehr hat, dürfte Uwe Häde um seinen Arbeitsplatz beneiden: Er kümmert sich bei der Stadt Rotenburg um den neuen Feuerwehrstützpunkt und dessen Ausstattung.

Rotenburg – „Die Werkstatt ist auf dem neuesten Stand und ausgelegt für kommunale Zusammenarbeit. Wir haben noch Kapazitäten“, sagt Uwe Häde. Das bestätigt auch Bürgermeister Christian Grunwald, selbst aktiver Feuerwehrmann: „Wir wollen auch für weitere Kommunen tätig werden.“ Schon in der Vergangenheit wurden für Nachbarkommunen unter anderem Schläuche gereinigt und gewartet. Bebra und Cornberg nutzen zum Beispiel die umfangreichen Serviceleistungen des Rotenburger Stützpunkts.

Das Stadtparlament hatte Anfang des Jahres einen im Landkreis außergewöhnlichen Schritt gewagt und diese Stelle geschaffen. Nicht zusätzlich, sondern umgewidmet von einer, die zum Bauhof gehört. Und das nicht nur, weil der neue Stützpunkt im Bau war, sondern um die Freiwillige Feuerwehr insgesamt zu entlasten. Die Ehrenamtlichen sollten mit ihren zunehmenden Aufgaben nicht alleine gelassen werden. Nur in der Kreisstadt-Feuerwehr gibt es noch Hauptamtliche.

Uwe Häde sorgt für die Instandhaltung aller Geräte.

So sorgt Uwe Häde nun für die Instandhaltung aller Geräte: Er überprüft und befüllt zum Beispiel Sauerstoffflaschen, ist mit der Reinigung und Kontrolle der Schläuche befasst, reinigt und desinfiziert Sauerstoffmasken. Alle Arbeiten werden dokumentiert. Am Computer sind Daten einzelner Geräte hinterlegt, etwa Wartungsabstände. Auch um TÜV-Termine muss sich Häde kümmern, macht das auch für die Stadtteilwehren. Regelmäßig kontrollieren muss er auch die elektronischen Aufbauten und Geräte des anspruchsvollen Fahrzeugparks. Die Arbeiten sind so umfangreich, dass der Hauptamtliche froh ist, auch weiterhin mit dem ehrenamtlichen Technikteam zusammenarbeiten zu können – die Männer, die die Arbeiten bisher geleistet haben. „Wir sprechen uns ab“, sagt Häde.

Er liebt seinen Job in diesem neuen riesigen Gebäude, in dem der Schrittzähler, den Häde eher spaßeshalber mitlaufen lässt, schon mal durchdreht.

Uwe Häde ist Feuerwehrmann von Kindheit an – soweit das damals möglich war: Der 58-Jährige gehört zu Baumbacher Feuerwehr-Dynastie, sein Vater hatte auf Drängen des Filius’ 1976 die Jugendfeuerwehr gegründet. Schon als Kind war er bei Übungen dabei. Uwe Häde wollte eigentlich Berufsfeuerwehrmann werden, als Brillenträger blieb ihm das als junger Mann verwehrt. So machte er eine Ausbildung zum Rundfunk- und Fernsehtechniker und arbeitete zuletzt als Elektriker beim Bauhof der Stadt Rotenburg.

Seine Söhne sind natürlich auch bei der Feuerwehr

Mit seinen Söhnen, natürlich auch bei der Feuerwehr, geht er heute noch in Bad Hersfeld auf die Atemschutzstrecke, erzählt er stolz. Seine Tochter Veronika hat seinen Traum gelebt, bevor sie tragischerweise überraschend starb. Sie war Berufsfeuerwehrfrau in Südhessen.

Uwe Häde war in Baumbach Gerätewart und zum Schluss Wehrführer. In seinem Heimatort ist er ins zweite Glied zurückgegangen, fährt aber nächtliche Einsätze mit, soweit es möglich ist.

In Rotenburg ist er bei den Tageseinsätzen als aktiver Brandschützer dabei. Die obligatorischen Lehrgänge der Feuerwehrleute besucht Uwe Häde weiterhin und bildet sich an den Geräten fort. So kann er die große Drehleiter bedienen, „die Königin“ unter den Fahrzeugen, wie er sie nennt. Seine Mitstreiter, die Rotenburger Wehr, sieht er als gute Truppe an. Und „weitsichtig“ ist für ihn die Entscheidung der Stadt für den großzügigen Neubau und die Schaffung der hauptamtlichen Stelle. Auch Stadtbrandinspektor Jörg Fleischhut ist hochzufrieden: „Das ist genau das, was wir haben wollten. Darauf können wir aufbauen und die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen stärken, weil wir Kapazitäten haben und viele Leistungen anbieten können.“ Die Arbeit und Organisation in der Freiwilligen Feuerwehr werde durch die Stelle von Uwe Häde ungemein erleichtert. (Von Silke Schäfer-Marg)

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