Besuche fallen wegen Corona aus

Theorie statt Praxis: Verkehrswacht Hersfeld-Rotenburg erstellt Broschüren für Schulweg

Das praktische Schulwegtraining fällt durch die Corona-Krise in diesem Jahr aus. Helmut Iffland (links) und Reinhold Bleß (rechts) von der Verkehrswacht Hersfeld-Rotenburg sowie Birgit Bathe (Zweite von links) und Sandra Röhs-Hesse vom Kindergarten Villa Sonnenschein in Rotenburg bereiten die Kinder aber dafür theoretisch auf ihren Schulweg vor. 
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Das praktische Schulwegtraining fällt durch die Corona-Krise in diesem Jahr aus. Helmut Iffland (links) und Reinhold Bleß (rechts) von der Verkehrswacht Hersfeld-Rotenburg sowie Birgit Bathe (Zweite von links) und Sandra Röhs-Hesse vom Kindergarten Villa Sonnenschein in Rotenburg bereiten die Kinder aber dafür theoretisch auf ihren Schulweg vor. 

In drei Monaten ist es wieder so weit: Viele Erstklässler im Landkreis Hersfeld-Rotenburg werden auf ihrem ersten Schulweg unterwegs sein.

Dieser neue Lebensabschnitt birgt viele Gefahren und Risiken. Die Verkehrswacht Hersfeld-Rotenburg bereitet seit Jahren die Vorschulkinder des Landkreises in den Kindergärten theoretisch und praktisch für den Schulweg zur Grundschule vor. Auch in diesem Jahr waren mit über 30 Kindergärten Termine vereinbart – wegen der Corona-Krise mussten jedoch alle Termine abgesagt werden. „Die Kinder müssen trotzdem auf die Gefahren des Schulwegs vorbereitet werden. Deshalb haben wir Arbeitsmaterial zur theoretischen Vorbereitung erstellt“, sagt Reinhold Bleß, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Hersfeld-Rotenburg.

Damit können die Kindergartenkinder spieler- und malerisch die Schwerpunkte der sonst sehr praxisnahen Schulung lernen. „Wie gehe ich über die Straße oder einen Zebrastreifen? Was mache ich, wenn der Gehweg zum Beispiel durch eine Mülltonne zugestellt ist? Wie gehe ich an Ausfahrten oder Engstellen vorbei? Das sind alles wichtige Fragen, die mit den Kleinen besprochen werden müssen“, sagt Helmut Iffland, der auch bei der Verkehrswacht ist.

Für Birgit Bathe, Leiterin des Kindergartens Villa Sonnenschein in Rotenburg, beginnt die Verkehrserziehung ihrer Sprösslinge aber bereits früher. „Grundsätzlich lernen all unsere 87 Kinder schon auf Exkursionen die wichtigen Grundlagen“, sagt sie. In der Corona-Krise sei das praxisnahe Schulwegtraining im Straßenverkehr, mit aktuell 29 Kindern in der Notbetreuung, zwar nicht ganz einfach umzusetzen, dafür würden die Kindergärtnerinnen in der Turnhalle und im Garten mit den baldigen Schulanfängern üben.

„Kinder lernen viel durch Beobachten und Nachmachen. Deshalb müssen sich Eltern bewusst sein, dass sie das wichtigste Vorbild sind, im Positiven wie im Negativen“, erklärt Bleß. Deshalb sollten sie jede Gelegenheit und viele Wege im Alltag nutzen, um ihrem Kind das richtige Verhalten vorzumachen. Und geht schließlich auch in Zeiten von Corona.

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