Stadtverordnete entscheiden / Bürgermeister für mehr Flexibilität

Waldschwimmbad könnte auch früher öffnen

Ab Donnerstag geöffnet: Das Waldschwimmbad in Rotenburg. Schwimmmeister Emil Kremser und seine Kollegen sind derzeit noch mit letzten Vorbereitungen beschäftigt. Sie saugen die Böden in den Becken ab, reinigen die Beckenumrandungen, schneiden Hecken, mähen Rasen und vieles mehr. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Rotenburg. Das Waldschwimmbad in Rotenburg öffnet am Donnerstag, 1. Juni, seine Pforten – heiß ersehnt ist der Termin von zahlreichen Badefans, die bei den zurzeit herrschenden tropischen Temperaturen das Freibad in Rotenburg vermissen.

Rundherum tummeln sich längst die Badegäste in den Freibädern in Obersuhl, Nentershausen, Ronshausen, Asmushausen und Bebra.

Warum das Rotenburger Bad erst jetzt öffnet, haben wir Bürgermeister Christian Grunwald gefragt. Er verweist auf die Stadtverordnetenversammlung. Sie habe wegen der Teilnahme am kommunalen Schutzschirm des Landes Hessen entschieden, die Öffnungszeiten des Freibads um insgesamt einen Monat zu verkürzen. Dies bedeutet: Das Freibad wird seit 2013 jeweils fix zum 1. Juni des Jahres geöffnet. Zuvor war jeweils am 15. Mai geöffnet worden.

„Derzeit prüfen wir aufgrund der guten Haushaltssituation der Stadt bereits verwaltungsintern, unter welchen finanziellen Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren eine frühere Öffnungszeit wieder möglich ist“, erklärte Grunwald auf Anfrage. Damit müsste auf jeden Fall auch eine Personalaufstockung einhergehen, betont der Bürgermeister.

Die Personalsituation im Bäderbereich gestalte sich anders als in den umliegenden Kommunen, da in Rotenburg durch den Betrieb eines Hallen- und eines Freibads ein höherer Personalbedarf bestehe als anderswo. Grunwald verweist weiter auf die notwendige Betriebsvorbereitung und die Badeaufsicht, die gesetzlich gefordert sei.

Nur die Stadtverordnetenversammlung könne neue Öffnungszeiten beschließen und im Stellenplan des Haushaltsjahres 2018 eine Veränderung herbeiführen. Dies habe er, Grunwald, bereits angeregt.

Entsprechende Beschlüsse würden die Stadt auch in die Lage versetzen, flexible wetterbedingte Öffnungszeiten des Freibads anbieten zu können. „Das würde ich natürlich auch nur begrüßen“, betont Grunwald. Auch eine Frühschwimmerzeit wäre aus seiner Sicht wieder denkbar.

Er weist darauf hin, dass Rotenburg auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen das Hallen- und das Freibad gehalten hat. Bei der derzeitigen verbesserten Haushaltslage müssen wir sehen, „ob wir uns wieder längere Öffnungszeiten leisten wollen“, erklärte der Bürgermeister mit Hinweis auf den Tourismus. Er sagte aber auch: „Die Bäder sind immer ein Zuschussbetrieb.“

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