Holz an THW gespendet

Was mit der Einrichtung des Impfzentrums in Rotenburg geschah

Die Impfstraßen im Rotenburger Impfzentrum bestanden beispielsweise aus Bauzäunen, Holzlatten und Planen.
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Provisorisch eingerichtet: Die Impfstraßen im Rotenburger Impfzentrum bestanden beispielsweise aus Bauzäunen, Holzlatten und Planen.

Gerüchte kursieren, dass sämtliche Aufbauten und Einrichtungsgegenstände des Impfzentrums in Rotenburg entsorgt worden seien. Unsere Redaktion hat beim Landkreis nachgefragt.

Hersfeld-Rotenburg – Gut hundert Tage ist das Impfzentrum des Landkreises Hersfeld-Rotenburg in der Rotenburger Göbel Hotels Arena nun schon Geschichte. Doch was ist eigentlich mit der Einrichtung nach der Schließung geschehen?

Die Antwort ist eindeutig: „Nein, sämtliche Aufbauten und Einrichtungsgegenstände des Impfzentrums sind selbstverständlich nicht auf dem Müll gelandet“, teilt Kreissprecherin Jasmin Krenz mit. Die Einrichtung sei vom Land finanziert worden, sei dann aber in das Eigentum des Landkreises übergegangen.

„Bereits bei der Anschaffung und beim Aufbau des Impfzentrums haben wir auf die Wiederverwendbarkeit aller Einrichtungsgegenstände geachtet“, betont die Sprecherin auf Nachfrage. „Deshalb ist auch nach der Schließung des Impfzentrums alles, außer einigen Dachlatten und OSB-Platten (Grobspanplatten, d. Red.), noch vorhanden und wird genutzt.“

Das Holz, das nicht weiterverwendet werden konnte, sei in die Wiederverwertung gelangt. „Wahrscheinlich sind es jetzt Holzpellets“, so Krenz. „Das zur Wiederverwendung geeignete Holz haben wir dem THW für zukünftige Baumaßnahmen gespendet. Das kommt also letztlich auch den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises zugute – womöglich hat das THW das Holz ja sogar für den provisorischen Steg im Bahnhofstunnel Bebra benutzt.“

Die Abtrennungen und Planen aus dem Impfzentrum habe der Bauhof des Landkreises eingelagert. Krenz: „Auch die medizinischen Gegenstände sind in unser Eigentum übergegangen und werden jetzt vom Gesundheitsamt unter anderem bei der Impfaktion des Landkreises verwendet.“

Das Impfzentrum in der Göbel Hotels Arena hatte von Februar bis September 2021 insgesamt 232 Tage geöffnet. In dieser Zeit sind rund 86 000 Spritzen gegen das Coronavirus verabreicht worden.

Die Landesregierung geht davon aus, dass der Betrieb eines hessischen Impfzentrums im Schnitt 1,7 Millionen Euro pro Monat gekostet hat. (Sebastian Schaffner)

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