Wasserbehälter: Rotenburger Wahrzeichen wird restauriert

Bodenmörtel statt Wasser: Tobias Zülch (links) und Jürgen Blackert von der Firma Janousch führen einen Schlauch in eine der Wasserkammern des früheren Hochbehälters am Eselspfad, durch den später Mörtel gepumpt wird. Der sichtbare Teil des Gebäudes aus Sandstein (rechts) soll erhalten bleiben. Die Straße Eselspfad befindet sich oberhalb des Studienzentrums der Finanzverwaltung. Fotos: Meyer

Rotenburg. Der frühere Wasserhochbehälter am Rotenburger Eselspfad wird gesichert. Sonst droht die Gefahr, dass die Wasserkammern einbrechen und der Berg in Bewegung gerät.

Als Wahrzeichen und als „Zeugnis damaliger Behälterkunst“, so formuliert es Ingenieur Helmuth Glaser, soll er erhalten bleiben: der frühere Wasserhochbehälter am Eselspfad in Rotenburg. Momentan wird das Gebäude restauriert.

Das schmuckvolle Gebäude wurde 1903 aus Sandstein gebaut und versorgte bis 1981 die gesamte Altstadt mit Trinkwasser. Aufgrund neu erschlossener, höher gelegener Baugebiete wurde oberhalb des alten ein neuer Hochbehälter gebaut. Sicherheitsbedenken veranlassten die Stadt Rotenburg als Eigentümer jetzt dazu, ein Konzept für eine Instandsetzung zu entwickeln. Es drohe die Gefahr, dass die drei zusammen rund 500 Kubikmeter fassenden Wasserkammern einbrächen, so Glaser: „Dann könnte der Berg in Bewegung geraten.“

Um die Sicherheit zu gewährleisten, entschied der Magistrat, die Wasserkammern mit Bodenmörtel zu verfüllen. Der sichtbare Teil des Gebäudes bleibt erhalten. Sein industrielles Innenleben samt Tür wird restauriert.

In den vergangenen beiden Tagen lieferten Betontransporter der Firma Naumann aus Heinebach rund 500 Kubikmeter Bodenmörtel an. Der Eselspfad blieb in dieser Zeit gesperrt. Im Laufe des heutigen Tages werden die Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen. Mittels einer Betonpumpe wird das Material von der Straße aus in die Kammern geleitet. Bodenmörtel, ein Gemisch aus Zement, Sand und weiteren Materialien, garantiere Stabilität, so Betonpumpenmaschinist Andreas Steinert. Gleichzeitig sei das Material weich genug, dass es bei Bedarf leicht wieder abgetragen werden könne.

Was noch an dem historischen Relikt erneuert wird, und was das alles kostet, lesen Sie in der gedruckten Freitagausgabe unserer Zeitung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.