Haus aus dem Jahr 1698 wurde vorbildlich saniert

Wasserburg ist in engerer Wahl für Denkmalschutzpreis

Genau betrachtet: Die Jury ließ sich gestern von Hilmar von Bodelschwingh durch die Räumlichkeiten und natürlich auch rundherum führen. Foto: Wilfried Apel

Schwarzenhasel. Die Wasserburg am nördlichen Ortsausgang von Schwarzenhasel ist nun in der engeren Wahl bei der Vergabe des Hessischen Denkmalschutzpreises 2017 gekommen.

Eine Jury ließ sich deshalb am Mittwoch von Hilmar von Bodelschwingh durch die Räumlichkeiten und natürlich auch „rundherum“ führen.

1698 wurde die Wasserburg von der Adelsfamilie von Trott mit zwei Fachwerkgeschossen über einem spätmittelalterlichem Sockelgeschoss errichtet. Sie wurde mit einem Graben umgeben und ist seit 1897 im Eigentum der Familie von Bodelschwingh.

Der Wunsch, das Obergeschoss für eigene Wohnzwecke zu nutzen, war 2012 der Anlass für die bis 2015 dauernde Sanierung des Gebäudes gewesen. Dabei wurden Deckenmalereien und Reste von historischen Papiertapeten entdeckt und restauriert. Bezirkskonservator Ansgar Brockmann lobte die umsichtige und nachhaltige Vorgehensweise des Eigentümers.

Spuren der Vorbewohner

Hilmar von Bodelschwingh beschrieb seine große Verbundenheit mit dem Ort und seiner Geschichte und bezeichnete sie als seinen wichtigsten Antrieb: „Während der Sanierung bin ich – oft überraschend und zufällig – immer wieder auf Spuren der Vorbewohner gestoßen. Wie schon viele Generationen vor mir, habe auch ich jetzt Spuren an diesem Gebäude hinterlassen, und ich hoffe, dass diese eine gute Mischung mit den vorhandenen ergeben haben.“ (zwa)

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