Wehrbeauftragter Königshaus gibt Alheimer-Kaserne noch nicht auf

Hat die Alheimer-Kaserne besucht: Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus vor dem Rotenburger Rathaus. Foto: Janz

Rotenburg. Der Wehrbeauftragte des Bundestags hat der Alheimer-Kaserne einen Besuch abgestattet. Hellmut Königshaus machte danach einen überraschenden Vorschlag.

Die Bundeswehr müsse den Rotenburger Standort womöglich doch nicht aufgeben, sagte der FDP-Bundespolitiker, dessen Amtszeit als Wehrbeauftragter am 18. Mai endet. Er hat am Montag und Dienstag eine Rundreise zu den Garnisonen in Schwarzenborn, Rotenburg und Fritzlar unternommen, die zuvor nicht öffentlich angekündigt war. Nach einem Treffen mit Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald sprach er aber kurz mit unserer Zeitung.

Nach Ansicht Königshaus’ könnte die für über 40 Millionen Euro sanierte Kaserne für die zivilberufliche Aus- und Weiterbildung der Bundeswehr (ZAW) genutzt werden. Die Lehrgänge finden derzeit an verschiedenen Standorten statt und könnten in Rotenburg zusammengeführt werden, sagte Königshaus.

Nur Idee

Das sei aber zunächst nur eine Idee, die er dem Verteidigungsministerium vorschlagen werde. Der Wehrbeauftragte sieht darin den Vorteil, dass an anderen Standorten Räumlichkeiten frei werden, die bei anstehenden Kasernensanierungen dringend gebraucht würden.

Eine Nutzung der Alheimer-Kaserne durch die aktive Truppe komme aber nicht mehr in Frage. Dafür sei der Abzug zu weit fortgeschritten. „Wir müssten etwas rückgängig machen, das bereits umgesetzt ist und worauf sich die Soldaten eingestellt haben“, sagte Königshaus. Auch die Feldjäger als isolierte Einheit in Rotenburg zu lassen, das über das modernste Dienstkommando Deutschlands verfügt, scheide aus: „Das kann keine Dauerlösung sein.“

Die Feldjäger sind die letzte aktive Einheit am Rotenburger Standort. Sie sollen bis Ende 2015 nach Fritzlar verlegt werden. Königshaus wollte sich bei seinem Besuch dort auch darüber informieren, wie die Vorbereitung der baulichen Infrastruktur für die Soldaten vorankommt.

Warum Bürgermeister Grunwald den Vorschlag des Wehrbeauftragten für eine "charmante Idee" hält, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Rotenburg-Bebra.

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