Beim Zählen gemogelt

Weihnachtsmannwette: Grunwald verlor knapp

Rotenburg. Bis 49 war gezählt, und am Schluss fehlte Bürgermeister Christian Grunwald nur noch ein einziger Weihnachtsmann.

„Ach, das bin ja ich!“, verkündete er charmant und stimmte selbstbewusst „Oh du Fröhliche“ an. Die Weihnachtsmarkt-Wette schien gewonnen - nur, dass der Bürgermeister beim Zählen der Weihnachtsmänner nicht ganz unauffällig gemogelt hatte.

Klaus Rückert und die anderen Mitglieder des Rotenburger Weihnachtsmarktvereins hatten den Bürgermeister herausgefordert: Sollte es ihm gelingen, am Freitagabend um 18 Uhr 50 singende Weihnachtsmänner auf dem Marktplatz zu versammeln, würde der Verein 300 Euro an den St.-Georg-Kindergarten spenden.

Stilecht im roten Mantel

Bis zur letzten Minute warb Grunwald, selbst ebenfalls kostümiert, auf dem Markt um Weihnachtsmänner, bat sie auf die Bühne und begann zu zählen. Nicht nur ein Weihnachtsmann wurde dabei doppelt gezählt.

Immerhin: Grunwalds Weihnachtsmann-Ensemble füllte die Bühne vollständig, und die allermeisten Beteiligten, darunter auch Weihnachtsfrauen und -kinder, waren stilecht mit rotem Mantel, Mütze und weißem Rauschebart ausgestattet. Singfreudig zeigte sich der Chor auch, und das Publikum sang mit.

Klaus Rückert zählte nur 39 Weihnachtsmänner, die 300 Euro will der Verein trotzdem spenden - als Dankeschön für den Einsatz der Kindergartenkinder, die die Bäume auf dem Markt mit gelben Sternen schmückten, und in Anerkennung der Bemühungen des Bürgermeisters.

Den wiederum plagte hinterher das schlechte Gewissen angesichts des Wettschummels. Die Spende an den Kindergarten wird er deshalb um 200 Euro erhöhen.

Von Achim Meyer

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