Musicalshow im Rotenburger HKZ

Weiteröder Chor Conbrio sorgte für mehr als nur viel Schwung

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Beste Unterhaltung von Anfang an: Mit dem Teddy-Löwen in der Hand malt Andrea Bretting mit den immer wieder über sich hinauswachsenden Sängerinnen und Sängern des jungen Chors Conbrio das Bild vom Kreislauf des Lebens („Circle of Life“), einem vom großen Elton John geschriebenen Lied aus dem Musical „König der Löwen“.

Rotenburg. Für eine mehr als zweistündige fetzige Musicalshow hat der Weiteröder Jugendchor Conbrio am Samstagabend gesorgt. Die fetzigen Arrangements rissen die Besucher von den Sitzen und zu Begeisterungsstürmen hin.

Wenn man im Wörterbuch nach der Bedeutung von Conbrio sucht, stößt man nicht nur auf „con brio“, sondern auch auf con amore, con anima, con espressione, con forza, con fuoco, con grazia. Für den knapp 40-köpfigen Jugendchor der Weiteröder Kirchengemeinde trifft einfach alles zu: Die jungen Leute singen nicht nur „mit Schwung“, sondern auch mit Liebe, Seele, Ausdruck, Kraft, Feuer und Anmut.

Das beweisen sie einmal mehr am Vorabend des Muttertags im ausverkauften Dr.-Durstewitz-Saal des Rotenburger Herz- und Kreislauf-Zentrums. Zur Freude vieler Mütter, Väter, Familienangehöriger und einer großen Zahl von Fans spannen sie unter dem Motto „Wunder geschehen“ einen fantastischen Bogen vom Musical „König der Löwen“ bis hin zu „Time Warp“ aus der „Rocky Horror Picture Show“ und „Your’re the One that I Want“ aus „Grease“. Dabei sind es gerade die beiden Zugaben, die besonders gut ankommen. Mit dem sehr überzeugenden Elias Witt, der seine Mitstreiter auf und seine Zuhörer vor der Bühne mit einer tollen Show begeistert. Und eben mit dem weltweiten Super-Hit des Jahres 1978, bei dem so richtig deutlich wird, dass das Publikum auf Conbrio steht und dass jeder einzelne Conbrio jeden Einzelnen im Publikum erobern will.

Wir beide werden groß sein: Patrick Busch als Vater und Moritz Hafermaas als Sohn voller Gefühl beim ersten Lied aus dem Musical „Das Wunder von Bern“.

Man muss den Hut ziehen, wenn der groß gewachsene Mika Kollmann mit Viktoria Keidel auf Rollschuhen auf die Bühne gefahren kommt und mit ihr zusammen den Starlight-Express-Song „Du allein“ interpretiert, wenn er die Sportkanone Yasmin Schäfer bei „Time of My Life“ aus „Dirty Dancing“ in die Luft wirbelt, wenn er mit Janine Diefke den Westside-Story-Titel „One Hand, one Heart“ schmachtet und seiner Flamme den Hochzeitsring ansteckt. Oder wenn Christiane Busch im Kerzenlicht junger Sänger „Jesus Christ Superstar“ bewundert: „I don’t Know how to love him!“ Wenn der Chor in Boxhaltung „Eye oft he Tiger“ mimt und der kleine Boxer (Janis Dietz) den großen (Mika Kollmann) umhaut. Wenn Moritz Hafermaas mit toller gesanglicher Präsenz den Tarzan („Dir gehört mein Herz“) gibt und Julian Busch mit jugendlicher Tabaluga-Tenor-Stimme bekennt: „Ich wollte nie erwachsen sein!“.

Mitreißendes „Mamma Mia“

Mitreißend auch die Interpretation des Abba-Hits „Mamma Mia“ durch den gesamten, mit bunten Sonnenbrillen ausgestatteten Chor, und die mit Deutschland-Fähnchen unterstrichene, fürs ganze Leben geltende WM-Weisheit: „Wunder geschehen, wenn man dran glaubt ganz felsenfest!“

„Wir haben zum Teil bis zu zwölf Stunden hintereinander weg ganz diszipliniert geprobt“, verrät Chorleiter Patrick Busch nach dem Konzert erleichtert, sichtlich zufrieden mit seinen Conbrios: „Sie haben sich alle aufgeopfert!“ Das wiederum ist trotz aller „Wunder“ kein Wunder, wenn der vor- und mitsingende Pädagoge so viel „Flow“ erzeugt. Das Publikum spürt’s und verteilt stehend stürmischen Applaus.

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