Wieder Warten auf Post in Alheim und Rotenburg

Leser berichten von leeren und übervollen Briefkästen – Grippewelle sei schuld

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Rotenburg / Alheim. Die unregelmäßige Briefpostzustellung sorgt erneut im Raum Rotenburg/Alheim für Ärger.

Nicht nur HNA-Leser Gerhard Marquardt aus Alheim hat in einem Leserbrief (HNA vom 12. März) seine schlechten Erfahrungen geschildert, auch andere Beschwerden haben uns erreicht.

So quoll etwa der Briefkasten von Christa Proske aus Rotenburg am 7. März über: 23 Briefe erhielt sie an diesem Tag – nachdem mehr als eine Woche lang keine Briefpost angekommen war. Proske weiß das ganz genau, weil sie in der Woche zuvor Geburtstag hatte, aber keine lieben Grüße erhielt. Die trudelten dann eine Woche später ein.

Wie HNA-Leser Reinhold Salzmann aus Alheim fand auch Christa Proske eine Einladung zum Sonderverkauf in Bad Hersfeld vor – allerdings mehrere Tage zu spät. Die Verkaufsaktion endete am 3. März. Das war für viele Kunden ärgerlich.

Aber wie ist es zum Beispiel mit einem „Knöllchen“? Auf solche unangenehme, an Fristen geknüpfte Post muss man reagieren. Was soll der Kunde tun? „Ich bin kein Jurist und nicht vom Verbraucherschutz“, sagt Post-Pressesprecher Thomas Kutsch. Für einen normal frankierten Brief übernehme die Post keine Haftung. Das sei auch in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen nachzulesen. Der Kunde müsse sich gegebenenfalls an den Absender wenden.

Schwierig für kleine Firmen

Besonders schwierig ist es, wenn kleine Unternehmen händeringend auf Rechnungen und Auftragsbestätigungen warten. Auch das ist in der vergangenen Woche aus unserem Verbreitungsbiet gemeldet worden. Das Unternehmen meldete sich bei der Beschwerdestelle Bundesnetzagentur. Zuerst telefonisch, dann per Mail, weil Anrufer nach fünf Minuten automatisch aus der Warteschleife geworfen werden, so war die leidvolle Erfahrung.

Dass es überhaupt soweit gekommen ist, liege an der Grippewelle. Es habe einen radikal erhöhten Krankenstand bei den Zustellern gegeben, das konnten auch die Mitarbeiter aus dem Vertretungspool nicht ausgleichen, sagt Kutsch und bittet die Kunden um Entschuldigung. Die Zustellstützpunkte Rotenburg und Bebra sind seit einiger Zeit zusammengelegt und in Bebra angesiedelt.

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