Rotenburger Beratungsbüro setzt auf Zusammenarbeit

Wo Suchtkranke Hilfe finden

Das Bild zeigt Diana Voigt-Hohoff von der Drogenhilfe Nordhessen vor dem Rotenburger Büro der Sozialraumorientierten Suchthilfe (SoS) am Obertor 1.  Im Hintergrund ist ein Teil der Breitenstraße zu sehen.
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Sie hilft: Diana Voigt-Hohoff von der Drogenhilfe Nordhessen vor dem Rotenburger Büro der Sozialraumorientierten Suchthilfe (SoS) am Obertor 1. Die Sozialarbeiterin steht Suchtkranken mit Rat und Tat zur Seite. Diskretion und Vertraulichkeit ist dabei selbstverständlich garantiert.

Suchtkranke in Rotenburg müssen keine weiten Wege bewältigen, wenn sie Hilfe benötigen. Dafür sorgt die Sozialraumorientierte Suchthilfe. Sozialarbeiterin Diana Voigt-Hohoff ist Ansprechpartnerin.

Rotenburg. Moderner eingerichtet und mit einem breiter vernetzten Angebot - so will sich künftig die „Sozialraum orientierte Suchthilfe - kurz SoS - in Rotenburg am Obertor 1 präsentieren. „Nachdem unser für drei Jahre vom Land Hessen finanziertes Projekt Ende 2019 ausgelaufen ist, hat sich die Stadt Rotenburg – dem Beispiel der Gemeinde Ronshausen folgend – entschlossen, die Finanzierung selbst zu übernehmen, um das wichtige Projekt weiterführen zu können“, berichtet Diana Voigt-Hohoff. „Wir waren trotz Corona-Zeit mit dem SoS vor Ort und haben nach telefonischer Vereinbarung Termine ausgemacht“, berichtet die 43-Jährige. Die Gespräche selbst fanden dann entweder „walk and talk“-mäßig beim Spaziergang auf Abstand draußen oder unter Beachtung der Corona-Regeln im Rotenburger SoS-Büro statt.

Jetzt, nach den Lockerungen, will die Beratungseinrichtung wieder richtig durchstarten. Für eine noch angenehmere Gesprächsatmosphäre soll das SoS-Büro weiter ausgebaut werden. „Alles soll etwas schicker werden“, sagt die Sozialarbeiterin, die sich für den Jahresanfang eigentlich einen noch stärkeren Aufbau ihrer Netzwerkarbeit mit Vereinen, Pfarrern, Polizei, Hebammen, Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten vorgenommen hatte – doch dann kam Corona. „Dadurch bedingt musste ich viele Vorhaben erstmal aufschieben – doch mit den Corona-Lockerungen und den Möglichkeiten, die es inzwischen wieder gibt, wird all das jetzt angegangen“, sagt Voigt-Hohoff.

Wenn die Räumlichkeiten hergerichtet sind – finanziert wird dies von der Drogenhilfe Nordhessen – will sie die verschiedenen Ansprechpartner einladen und mit ihnen gemeinsam Ideen entwickeln, die sowohl der Suchtprävention aber auch der individuellen Begleitung bereits an einer Sucht Erkrankter dienen. „Wir sehen in unserer Arbeit ja, wie wichtig unsere Anlaufstelle ist, und sind daher äußerst froh, dass die Stadt Rotenburg es möglich macht, sie fortzusetzen“, sagt die Sozialarbeiterin. Gerade in den ländlichen Regionen habe das Thema Sucht deutlich zugenommen. Mit dem Präventionsrat und dem aktiven Umgang in Sachen Sucht sei Rotenburg vorbildlich. Sie fühle sich durch die städtischen Mitarbeiter auch optimal unterstützt – „bei etwaigen Problemen habe ich immer ein offenes Ohr gefunden“, sagt Voigt-Hohoff.

In der Anlaufstelle am Obertor werden auch suchtbelastete Familien betreut, auch die Sozialpädagogische Familienhilfe Sucht (SPFH), mit der Voigt-Hohoff zusammenarbeitet, ist in den Räumen untergebracht. In der oberen Etage der Räumlichkeiten befindet sich zudem das Betreute Wohnen. „Sollte es da zu Überschneidungen kommen, sind die Wege kurz und wir können und direkt austauschen“, sagt die Suchtberaterin.

Neben der Arbeit mit von Sucht Betroffenen ist die Sozialraumorientierte Suchthilfe auch ein Informations-Angebot für Arbeitgeber, Kliniken, Ärzte und Jugendhelfer. „Sie alle können sich über einen cleveren Umgang mit Suchtproblemen von mir beraten lassen“, bietet Voigt-Hohoff an.

Betroffenen wird Diskretion und Vertraulichkeit garantiert. „Wer zu mir kommt, kann sich darauf verlassen – und wer nicht direkt zum Haupteingang reingehen möchte, hat die Möglichkeit über einen Seiteneingang vom Schlosspark her in die SoS-Beratungsstelle zu gelangen“, sagt die 43-Jährige. Vorher könne man mit ihr einfach einen Termin ausmachen.

Kontakt: Diana Voigt-Herhoff, z 01 72/42 83 32 1, E-Mail: infoboeddigerberg@drogenhilfe.com

sos-suchthilfe.de

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