Ab März in neuem Haus

Wohnungen in Rotenburg für Menschen mit Behinderungen bald fertig

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Bald fertig: Das neue Hephata-Wohngebäude hinter der Rotenburger Stadtmauer soll im März bezogen werden. Leiterin Katharina Voit hält die Stadt für einen gut geeigneten Standort, besonders, weil der verkehrsberuhigte Marktplatz in der Nähe ist. 

Rotenburg. Der Innenausbau des neuen Wohngebäudes an der Rotenburger Stadtmauer läuft bereits auf Hochtouren. Im März sollen die ersten Bewohner in die vom Diakoniezentrum Hephata betriebene Einrichtung einziehen.

Das neue Haus, das für 14 Menschen mit Behinderungen zur Heimat werden soll und etwa zwei Millionen Euro kostet, steht stellvertretend für ein Umdenken: „Wir gehen dahin, wo die Menschen sind“, sagt Hephata-Wohnbereichsleiterin Elke Michel. Das heißt, Menschen mit Behinderungen müssen nicht ihre Heimatregion verlassen, um zentral etwa in Schwalmstadt zu leben und zu arbeiten. Michel spricht von einem Paradigmenwechsel, der nicht zuletzt auf die UN-Behindertenkonvention zurückzuführen ist.

Für den Neubau in Rotenburg hatte gesprochen, dass etwa 40 Menschen aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg in der Schwalmstädter Zentrale leben und arbeiten, Bedarf war also da.

Wie in einer Familie

Im neuen Haus gibt es auf zwei Etagen Einzelzimmer für 14 Menschen. Jeweils zwei teilen sich ein Bad. Küche und Wohnzimmer nutzen die Etagenbewohner jeweils gemeinsam. Tagsüber gehen die künftigen Bewohner an die Arbeit in den sozialen Förderstätten in Bebra oder zur Tagesbetreuung. Die Altersspanne liegt zwischen 20 und 60 Jahren. Es werden überwiegend Menschen mit geistiger Beeinträchtigung einziehen. Noch gibt es freie Zimmer.

Gelebt werden soll wie in einer Familie, erklärt Katharina Voit. Die 48-jährige Heil- und Sozialpädagogin aus Melsungen leitet die Einrichtung. Einkaufen, kochen, waschen, aufräumen – die Bewohner sollen möglichst viel selbst machen.

Natürlich wird es auch Personal geben, das Wohnzentrum wird rund um die Uhr besetzt sein. Heilerziehungspfleger, Altenpfleger und Hauswirtschafterinnen – ingesamt zehn Stellen werden gesschaffen. Ein Teil der künftigen Mitarbeiter wird bereits eingearbeitet, noch kann man sich auch bewerben.

Kontakt auch zu Chören

Den Kontakt zu den Rotenburgern können die Bewohner pflegen, ob in Vereinen oder Chören. Sie werden zum Stadtbild gehören. Wer mehr wissen will: Katharina Voit und Hephata nehmen heute und morgen an der Rotenburger Familiemesse in der Großsporthalle teil.

Mehr dazu, welche Vorteile Bewohner und Angehörige von dem neuen Haus haben, lesen Sie in der gedruckten Wochenendausgabe unserer Zeitung und im E-Paper. 

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