Hessen stockt Nachwuchs im Bereich Finanzverwaltung und Justiz auf

Wohnungsmangel: 169 Studenten ziehen ins Rotenburger Herz-Kreislauf-Zentrum ein

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Schlüsselübergabe: Unser Foto zeigt – von links – die beiden Anwärter für den gehobenen Dienst Nico Blaurock und Johanna Freund mit Beate Sennhenn, der Leiterin konzernweite Hausdienste, Landrat Dr. Michael Koch, Professor Lothar Seitz und Klinikchef Martin Ködding bei der symbolischen Schlüsselübergabe im Rotenburger Herz-Kreislauf-Zentrum.  

Rotenburg. Studenten-Boom in Rotenburg: Das Land Hessen stockt seinen Nachwuchs im Bereich der Finanzverwaltung und Justiz gewaltig auf. So viele, dass in Rotenburg der Wohnraum knapp wird.

Zwar gibt es in der Hochschule zahlreiche Zimmer, aber dennoch wird es eng. Gerne springt daher der Landkreis ein – für 192 Studenten wird für dieses Semester das kreiseigene Herz-Kreislauf-Zentrum zuerst einmal bis Ende des Jahres ihr neues Zuhause.

„Allein im Fachbereich Steuern kommen 458 neue Studierende“, erklärte Professor Lothar Seitz, Direktor des Studienzentrums und Rektor der Hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege: „Am Dienstag ziehen die ersten 169 zukünftigen Steuerexperten im HKZ ein. Vollbelegung haben wir dort dann, wenn in Kürze noch die Juristen hierher kommen.“

Am Montag übergaben Landrat Dr. Michael Koch und der Geschäftsführer des Klinikums, Martin Ködding, dem Studienzentrum symbolisch die ersten Zimmerschlüssel. Die Studierenden sind in Patientenzimmern mit Bad untergebracht, Gemeinschaftsräume und Küchen gibt’s auf den Fluren.

„Es ist ein wichtiges Signal für unsere Region und für die Stadt Rotenburg, dass das Land sein Engagement hier ausbaut und der Versuchung widerstanden hat, eine Filiale der Hochschule in Südhessen einzurichten“, lobt Landrat Koch, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums. Rotenburg bleibe der Standort für die Ausbildung der Finanzverwaltung und der Justiz in Hessen – „das ist gut und richtig, auch für das Herz-Kreislauf-Zentrum.“ 

Sein ausdrücklicher Dank galt den Dozenten und vor allem Professor Lothar Seitz, der sich mit viel persönlichem Engagement für den Ausbau des Standorts in Rotenburg stark gemacht habe. In Spitzenzeiten der Lehrgänge werden zudem weitere 40 Betten im Kreisjugendhof angemietet.

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