HANDBALL TG Rotenburg hofft auf die Aufstiegsrunde – Hartung kehrt zurück

„Wollen eine gute Rolle spielen“

Handball, TG Rotenburg, Trainer Robert Nolte (2. von rechts)
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Ein erfahrenes Team, ergänzt durch die jungen Wilden: Robert Nolte (Zweiter von rechts), Trainer des Handball-Landesligisten TG Rotenburg, kann in dieser Saison auf einen eingeschworenen Haufen zurückgreifen.

Rotenburg – Die Vorbereitung auf die neue Saison in der Handball-Landesliga geht für die TG Rotenburg in den Enspurt. Denn am 30. Oktober steigen nun endlich auch die hessischen Landesligisten in die Saison ein. Die Handballer aus Rotenburg haben zum Auftakt spielfrei und starten dann am Samstag, 6. November, um 18.30 Uhr mit dem Auswärtsspiel beim Hünfelder SV in die Saison 2021/2022.

Trainer Robert Nolte ist zuversichtlich: „Wir sind gut drauf. Die Vorbereitung hat gezeigt, dass alle Lust haben. Jetzt wollen wir vor Zuschauern zeigen, was wir trainiert haben.“ Die sechs Testspiele nach der langen Zwangspause, in denen man langsam an Fahrt aufgenommen hat, habe man laut Nolte sehr erfolgreich bestritten.

Zwei Siegen – 30:26 und 27:13 – gegen die HSG Datterode/Röhrda/Sontra folgte Mitte September das Derby gegen den TV Hersfeld, der zwar nicht mit voller Kapelle angereist war, den man beim 33:17 vor heimischer Kulisse aber richtig zerlegt habe. Ein Riesenspiel seines Teams sah Nolte auch bei der knappen 27:30-Niederlage bei der HSG Fuldatal/Wolfsanger, die nach eigenen Angaben Meister der Landesliga werden wollen.

Das unglückliche 26:26-Remis in Kassel-Bettenhausen und die 18:32-Niederlage bei der TSG Dittershausen zum Abschluss der Vorbereitungsspiele trüben den positiven Eindruck ein wenig. „Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung, die wir gemacht haben“, betont TG-Coach Robert Nolte aber.

Den ungewohnten Modus mit zwei Gruppen in der Landesliga Nord findet er interessant und spannend. Dadurch gewinnen die einzelnen Spiele noch mehr an Bedeutung und jeder Patzer schmerzt doppelt, zumal das große Ziel der Rotenburger das Erreichen der Aufstiegsrunde ist. Dass diese Aufgabe durch die Gruppeneinteilung nicht leichter geworden ist, weiß auch Nolte. „Auf uns wartet ein richtiges Brett in der zweiten Gruppe. Wenn wir es in die Aufstiegsrunde schaffen, wäre das ein großer Erfolg. Das streben wir an“, sagt Rotenburgs Coach, der mit seinem Team „eine gute Rolle“ in der Landesliga spielen will. Wenn das Team verletzungsfrei bleibe, sei die Aufstiegsrunde ein realistisches Ziel.

Dabei kann Nolte in dieser Saison auf einen eingespielten und erfahrenen Kader zurückgreifen, ergänzt durch einige junge Spieler wie Timon Groth, Julian Fischer, Lukas Günther und Janik Hagemann, der vom TSV Ost-/Mosheim nach Rotenburg wechselte – „die jungen Wilden, die Lust haben Handball zu spielen“, wie sie der Trainer nennt. „Das ist die Zukunft der TGR“, so Nolte.

Daneben verstärkt Neuzugang Philipp Hartung, der kein Unbekannter in Rotenburg ist, die Mannschaft. Der gelernte Linksaußen, der vom TSV Wollrode kommt und im vergangenen Jahr eine Handballpause einlegte, trug zwischen 2016 und 2017 schon mal das Trikot der TGR. Nach einigen guten Eindrücken zu Beginn kam er damals auch aufgrund einer schweren Fußverletzung nicht so zum Zuge, wie es ihm zu wünschen gewesen wäre. Hartung sei, genau wie Janik Hagemann, ein Allrounder, den man auf jeder Position einsetzen könne – nur nicht als Torwart, sagt Nolte.

Den Trainer freut besonders, dass auch Boze Balic noch eine Saison dran hängt. „Ich bin froh und dankbar. Das rechne ich ihm hoch an“, betont Nolte, der positiv überrascht war, wie fit der Torjäger nach der langen handballfreien Zeit wiedergekommen ist. „Ich wusste, wie viel Tennis er gespielt hat“, sagt Rotenburgs Coach, der für die vakante Rechtsaußen-Position mit Neuzugang Janik Hagemann, Timon Groth und Lukas Günther echte Alternativen gefunden hat. Schmerzlich vermisst wird dagegen auf der halblinken Position nach seinem Mittelhandbruch immer noch Maurice Reyer.

Zuwachs erhielt die TGR mit Christopher Strätz außerdem auf der Torhüterposition. Der Keeper, der aus Hofgeismar kam, ist aber vorrangig für die zweite Mannschaft eingeplant. Dagegen steht als einziger Abgang Jonas Barzov fest, der das Team in Richtung HSG Werra WHO verließ.

Von Alicia Kreth

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