Zwei Jahre nach Erdrutsch: Ende der Straßensperrung am Kratzberg in Sicht

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Bagger marsch: Die Arbeiten am Rotenburger Kratzberg zur Sanierung der Steilböschung haben begonnen. Im September soll die Straße für den Verkehr wieder freigegeben werden.

Rotenburg. Das Ende der Straßensperrung am Kratzberg in Rotenburg scheint in Sicht zu sein.

Das Teilstück in Höhe des Krankenhauses, das seit zwei Jahren aufgrund der Folgen eines Erdrutsch gesperrt ist, wird seit Anfang vergangener Woche saniert.

Im September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, erklärte Berthold Licht, der Leiter des städtischen Bauhofs. Dann können auch die Anwohner des Eulersgrunds aufatmen. Durch ihr Wohngebiet wurde der Verkehr umgeleitet.

Zwei Bauabschnitte sind dafür geplant. Im unteren Bereich der Straße, die auch Zufahrt zum Kreisjugendhof ist, wird die Steilböschung neu gegründet. Auf eine Länge von 20 Metern werden 83 Pfähle gesetzt: Im Abstand von 30 bis 50 Zentimetern werden Löcher in die Erde gebohrt bis auf den darunterliegenden Felsen. Sie können also zwischen drei und fünf Meter tief sein. Diese Löcher, die einen Durchmesser von 30 Zentimetern haben, werden mit Zement aufgefüllt und bilden nach der Aushärtung Pfähle. Davor wird eine Gabionenwand errichtet. Gabionen sind mit Steinen befüllte Drahtkörbe, die ein hohes Gewicht haben und allein durch ihren Druck die Seiten der Straße befestigen.

Im oberen Bereich der Böschung, so erläuterte Licht weiter, werden auf einer Länge von 15 Metern Gabionen eingesetzt. Da die Straße in diesem Bereich genügend Abstand zu Böschung hat, müssen hier keine zusätzlichen Pfähle gesetzt werden.

Die Sanierung der Steilböschung soll 150.000 Euro kosten. Den Arbeiten war ein aufwendiges Beweissicherungsverfahren vorausgegangen. Es hatte einen Rechtsstreit gegeben, weil Teile des Hangs gegen die Wand eines Mietshauses gerutscht waren, das am Fuße des Hangs steht.

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