Junge Fachwerkfans interessieren sich für Bauweise Rotenburger Häuser

Die beiden Drittklässler Lukas Möller (links) und Leon Sukkau (rechts) haben sich mit der Fachwerkbauweise Rotenburger Häuser intensiv beschäftigt. Foto: Achim Meyer

Rotenburg. Dafür gab es sogar einen Extra-Vermerk im Zeugnis: Die beiden Drittklässler Leon Sukkau und Lukas Möller haben sich intensiv mit der Fachwerkbauweise Rotenburger Häuser auseinandergesetzt.

Dazu haben sie Referate gehalten und eine Stadtführung gemacht. Angefangen hat alles im Sachunterricht, Thema: „Rotenburg“. Weil Leon und Lukas beide selbst in Fachwerkhäusern wohnen, hat sie das Fachwerk besonders interessiert. Kerstin Schulz von der Tourist-Information in Rotenburg hat bei der Recherche geholfen.

Dass die meisten Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen, einige aber weitaus älter sind, haben Leon und Lukas herausgefunden. 350 Fachwerkhäuser haben sie in Rotenburg gezählt. Spannend waren für sie die Schreckköpfe an den Ecken mancher Häuser, die böse Geister vertreiben sollten.

Auch für den technischen Aspekt haben sie sich interessiert und herausgefunden, dass der sogenannte Hessenmann, also die Anordnung der Balken in Form eines Strichmännchens mit gespreizten Armen und Beinen, für Stabilität sorgt.

Leon weiß nun auch, weshalb in seinem Wohnhaus an der Turmgasse die Bodenbalken so eng beieinander liegen: Das Haus war ein Gefängnis.

Um ihre Ergebnisse anderen Kindern zu veranschaulichen, haben sie ein Plakat in Form eines Hauses gefertigt, das Fachwerk eingezeichnet und in den Fenstern kleine Erklärtexte versteckt.

Und nicht nur das: Lukas’ Papa hat geholfen, ein kleines Modell einer Fachwerkwand im Rohbau zu zimmern. Es zeigt unter anderem den Hessenmann.

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