Am 2. Weihnachtsfeiertag

Rotenburger feiert seinen 100. Geburtstag

Hat immer ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen: Aurel Dürnbeck aus Rotenburg, der am 26. Dezember 100 Jahre alt wird, und den alle nur Kurt nennen.

Rotenburg: 100 Jahre stets 100 Prozent: Aurel „Kurt" Dürnbeck feiert am 26. Dezember einen ganz besonderen Geburtstag.

Leckeres Essen am perfekt gedeckten Tisch, ein guter Rotwein und dazu viele liebe Worte von Freunden, Nachbarn und der Familie - darauf darf sich Aurel Dürnbeck am heutigen 2. Weihnachtsfeiertag freuen. Denn heute wird der Rotenburger 100 Jahre alt.

Das ist schon der zweite ganz besondere Tag in diesem Jahr für Kurt, wie ihn alle liebevoll nennen. Am 10. Mai feierten er und seine Ehefrau Helene Kronjuwelenhochzeit. Kennengelernt hatten sich beide in ihrer Heimat Rotenburg. Seinerzeit war er Soldat und die damals 18-Jährige eine „Leseratte“. Bei einem Spaziergang am Fuldastrand liefen sie sich erstmals über den Weg - und bald folgten die ersten Schmetterlinge: „Irgendwann hat es geschnackelt“, weiß die heute 94-Jährige und lacht herzlich.

Garten ist sein Steckenpferd 

Schnell ist ihre Heimat auch seine geworden. Denn gebürtig kommt der ordnungsliebende Mann aus Litzelsdorf in Österreich nahe der ungarischen Grenze. Seine Eltern hatten einen Bauernhof. Also ging es für ihn vor der Schule stets in den Stall zum Helfen. Fleiß zeichnete ihn auch beim Lernen aus: er war ein guter Schüler. Doch mangels Perspektive zog es ihn 1938 nach Hannover.

Bei Continental Reifen fand er Arbeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem er schwer verwundet worden war, trat er in den öffentlichen Dienst ein. Dürnbeck arbeitete bei der Standortverwaltung der Bundeswehr in Rotenburg und hatte eine für ihn schöne Stelle in der dortigen Kleiderkammer. Sein Markenzeichen: ein Mofa. Einen Autoführerschein hatte er nämlich nie.

Unverkennbar für viele Freunde und die Familie ist sein verschmitztes Lächeln. „Opa ist schon ein Schlitzohr. Gern macht er seine Späßchen und veräppelt Leute, aber immer nur lustig, nie böse“, erklärt Andrea Vogtmann. Gerne denkt die Enkelin zurück an die Spießbratenfeste, wenn im Sommer gute Bekannte aus Berlin zu Gast in Rotenburg waren. Beim dortigen SV engagierte sich „der Kurt“ als Jugendtrainer. Sohn Karl Heinz, der leider 1999 verstorben ist, war als Torwart ebenfalls im Verein aktiv.

Fußball ist neben dem Garten die große Leidenschaft von Aurel Dürnbeck. Besonders bei den akkuraten Blumenbeeten machte ihm niemand etwas vor. „Der Garten ist immer super in Schuss. Da hilft die Familie gern mit“, sagt Tochter Erika Röse. Neben ihr zählen fünf Enkel und acht Urenkel zum engsten Kreis. Und alle freuen sich nach dem Weihnachtsfest auf den 26. Dezember, wenn das Familienoberhaupt hundertprozentig gebührend gefeiert wird.

Wussten Sie schon... 

... dass am 7. März 1916 aus den in Konkurs gegangenen Flugmaschinenwerken von Gustav Otto die Bayerischen Flugzeugwerke hervorgingen? Der Tag gilt als das offizielle Gründungsdatum der späteren Bayerischen Motoren Werke (BMW).

... dass Albert Einstein am 20. März 1916 in der Fachzeitschrift Annalen der Physik den Artikel „Die Grundlage der allgemeinen Relativitätstheorie“ veröffentlichte?

.... dass Deutschland am 30. April 1916 als weltweit erstes Land die Sommerzeit eingeführt hatte?

... dass am 21. Februar 1916 die Schlacht um Verdun begann, in der im Ersten Weltkrieg mehr als 700 000 deutsche und französische Soldaten getötet oder verletzt wurden? Der Frontverlauf war nach dem Ende der Schlacht nahezu unverändert geblieben.

... dass der rumänische Physiologe Nicolae Paulescu 1916 Insulin aus Pankreasgewebe gewinnen konnte und als Entdecker des Hormons gilt, das den Blutzuckerspiegel senkt und somit für viele Menschen lebenswichtig ist?

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