Neues Gerätehaus

Rotenburger Feuerwehr zieht im Sommer um

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Der Vorstand: Unser Bild zeigt – von links – Peter Häde, Carsten Zabel und Tino Knierim-Prinz.

Das wichtigste Ereignis in diesem Jahr für die Rotenburger Feuerwehr wird die Einweihung des neuen Gerätehauses sein. Bei den Vorstandswahlen wurden alle im Amt bestätigt. 

Neuwahlen standen kürzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Rotenburg an. Dabei wurde der bisherige Vorstand im Amt bestätigt: Erster Vorsitzender Carsten Zabel, Zweiter Vorsitzender Peter Häde, Schriftführer Luis Beisheim und Kassierer Tino Knierim-Prinz. Matthias Gfrörer und Christian Sippel wurden als weitere Kassenprüfer gewählt.

Vorsitzender Carsten Zabel lies die Veranstaltungen 2019 nochmals Revue passieren und gab einen Ausblick für die Aktivitäten im Jahr 2020. Neben den gesetzten Veranstaltungen wie dem Heimat- und Standfest sowie dem Maibaumaufstellen soll auch in diesem Jahr beim Red-Castle-Run und den After-Work- Veranstaltungen geholfen werden.

Das größte Ereignis in diesem Jahr wird der Umzug und die Einweihung des neuen Gerätehauses sein. Für den erkrankten Egon Heupel berichtete Carsten Zabel über die Aktivitäten des Alters- und Ehrenabteilung. Für 2020 wünscht sich Heupel eine bessere Beteiligung an den Treffen und freut sich auf die Senioren-Fahrten.

Sieben neue Kameraden

Über eine stabile Personalsituation hat Wehrführer Dirk Riemenschneider in seinem Jahresbericht der Einsatzabteilung mit 73 Einsatzkräften berichtet. Trotz alters- und berufsbedingter Verluste konnten sieben neue Kameraden hinzugewonnen werden. Die Einsatzstatistik weist 123 Einsätze mit gesamt 2342 Personalstunden aus. Trotz der geringeren Einsatzzahl sei die Anzahl an Personalstunden annähernd gleichgeblieben. Von den 123 Einsätzen im Jahr 2019 entfielen 32 Einsätze auf Brände, 80 Hilfeleistungseinsätze und elf sonstige Dienste, wie zum Beispiel Brandsicherheitswachdienst.

Kritik an hohem Verwaltungsaufwand

Wie auch in den vergangenen Jahren wies Riemenschneider auf den sehr hohen Verwaltungsaufwand hin, der kaum noch durch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu schaffen sei. Er appellierte an die Politik, hier eine Unterstützung für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu schaffen.

Dennis Weix erläuterte den Bereich Technik. Hier wurden 2581 Personalstunden ehrenamtlich für Wartung, Instandhaltung, Prüfung und Reparatur von Geräten aufgebracht. Hinzu kommen unzählige Stunden Planungen der Beschaffung von Ausrüstung und Fahrzeugen. Daniel Weix, verantwortlich für die Ausbildung, berichtete über die 47 Übungsabende, die sehr gut besucht waren. Mittlerweile werden montags fünf Ausbildungsthemen angeboten. Zu der Standortausbildung kommen noch 53 Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene dazu. Außerdem wurden mehrere Weiterbildungen durchgeführt. Insgesamt wurden so fast 6000 Ausbildungsstunden absolviert.

Der Feuerwehrverein ist weiter gewachsen und zählt derzeit 335 Mitglieder.

Gegen Gewalt vorgehen

Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald lobte die Arbeit der Wehr und forderte Politik und Bevölkerung auf, gegen Gewalt gegen Einsatzkräfte und die Behinderung ihrer Arbeit vorzugehen. Es müsse ein gesellschaftlicher Auftrag sein, Menschen, die sich nicht an die Regeln halten, in ihre Schranken zu weisen.

Stadtverordnetenvorsteherin Barbara Glaser betonte, dass dies ehrenamtlicher Einsatz auf höchstem Niveau sei.

Stadtbrandinspektor Jörg Fleischhut ging auf die sehr gute Leistungsbilanz der Kernstadtwehr ein. Zu den personalintensiven Einsätzen hatte die Feuerwehr Rotenburg viele weitere Thematiken abzuarbeiten. Besonders die Instandhaltungsmaßnahmen durch die Werkstätten, die Arbeit der Jugendwarte und Betreuer der Löschzwerge schlagen mit einem hohen Zeitanteil zu buche. Zusätzlich war die Beschaffung der neuen Fahrzeuge und die Abstimmungsgespräche zum Neubau sehr zeitintensiv und werden der Mannschaft der Kernstadt auch im Jahr 2020 noch einiges abverlangen, erläuterte Fleischhut.

Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger lobte die professionelle Arbeit der Wehr und dankte für die Unterstützung des Landkreises.

Die Vorstellung des neuen Kreisbrandmeisters Holger Möller verlief kurz, da er durch seine Ausbildertätigkeit und 20-jährige Funktion als stellvertretender Gemeindebrandinspektor von Alheim bei den Einsatzkräften bekannt ist. Er verstehe sich als Ruhepol und Berater an der Einsatzstelle, sagte Möller. Auch für Markus Weber vom THW war es nach seiner Amtsübernahme im vergangenen Jahr eine Premiere. Er bot weiterhin die Unterstützung des THW an.

Florian-Medaille

Bernd Spoelstra hatte die ehrenvolle Aufgabe eine besondere Einsatzkraft zu ehren: Gesine Heupel wurde aufgrund ihrer Tätigkeit als stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin und Fachbereichsleiterin Brandschutzerziehung im Landkreis mit der Florian-Medaille der hessischen Jugendfeuerwehr in Gold ausgezeichnet.

Jugendfeuerwehr und Löschzwerge - eine Erfolgsgeschichte

Jugendwart Berthold Seil erläuterte die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Bei den wöchentlichen Übungsabenden wurde für die Wettkämpfe, die Jugendflamme und die Leistungsspange geübt. Alle drei Wettbewerbe konnten erfolgreich absolviert werden. Das Team der Jugendfeuerwehr konnte mit einem dritten Platz beim Kreisentscheid für den Bundeswettkampf, bei den Übungen zur Jugendflamme sowie bei der Abnahme der Leistungsspange überzeugen. 

Das bei allen Aktivitäten „Jeder für Jeden“ arbeitete, hob Seil hervor. Besonders beim Zeltlager am Diemelsee stand der Spaß immer im Vordergrund. Dies zeigten auch die Mitgliederzahlen, die sich trotz einem Abgang und drei Übertritten in die Einsatzabteilung von 28 auf 30 erhöht haben. 

Für die Löschzwerge hob Patrik Helis die 15-jährige Erfolgsgeschichte hervor. So konnten 39 Kids an die Jugendfeuerwehr und davon bereits neun an die Einsatzabteilung übergeben werden. In den 19 Übungsabenden wurden viele Themen der Feuerwehr, aber auch Erste Hilfe sowie Spiel und Spaß angeboten. Das Highlight des Jahres war die Anschaffung neuer Schutzkleidung und das eigene Logo, das von b3plus kreiert und gesponsert wurde. Ebenfalls auf dem Programm stand das Kinderfeuerwehrabzeichen „Die Tatze“, das in den Stufen 1 bis 3 auf Stadtebene und in der Stufe 4 auf Kreisebene abgenommen wurde. Patrik Helis danke allen Feuerwehrkräften, aber besonders den Eltern für das Vertrauen und die Unterstützung. red / ass / pgo

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