Quadfahrer machen mühevolle Arbeit zunichte

Ärger und Enttäuschung am Eisenberg: Rowdys zerstören Loipen

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Das war die Welt noch in Ordnung: Siegfried Skrabal vom SC Neuenstein mit dem Loipenspurgerät, daneben Walter Kurz von den Freunden des Eisenbergs, kurz nachdem die Loipe gespurt war. Inzwischen wurde die mühevolle Arbeit zerstört.

Neuenstein. Rücksichtslose Rowdys haben die mühevoll gespurten Loipen auf dem Eisenberg zerstört. Offenbar waren zwischen dem „Stern“ und den „Sauren Wiesen“ nachts Quadfahrer unterwegs und haben damit die aufwändige Arbeit des Skiclubs Neuenstein und der Freunde des Eisenbergs zunichte gemachte.

„Über 60 Prozent der Loipen, die vorbildlich von Siegfried Skraball und Walter Kurz gespurt wurden, sind zerstört worden. Teilweise ist es sehr gefährlich, die ehemals gespurten Wege zu benutzen, will man sich nicht der Gefahr eines Sturzes aussetzen“, warnt Rainer Birkel vom Skiclub Neuenstein. Bürgermeister Walter Glänzer und Vertreter beider Vereine haben sich gestern selbst ein Bild von der Zerstörung gemacht. „Da kommt mir die Galle hoch, das ist eine Riesensauerei“, findet Glänzer deutliche Worte. Gerade jetzt, wo ideale Witterungsverhältnisse herrschten und viele Leute zum Wintersport am Eisenberg kämen, sei das besonders ärgerlich.

Glänzer weist darauf hin, dass das Befahren von Forstwegen - auf denen die Loipen verlaufen - streng verboten ist. Wer dort mit Allrad-Fahrzeugen unterwegs war, ist allerdings nicht bekannt.

„Das war jedenfalls kein Loipenfreund“, sagt auch der Leiter des Bereichs Wintersport beim SC Neuenstein, Hans-Jürgen Müller. Immerhin wurde stundenlange, ehrenamtliche Arbeit damit zerstört. Trotzdem wollen die Vereinsmitglieder noch vor dem Wochenende versuchen, die Loipen wieder in Stand zu setzen. So soll zunächst versucht werden, die zerpflügte Loipe mit der Pistenraupe zu glätten und auszubessern, was wegen der großen Spurbreite aber schwierig ist.

Walter Kurz, der persönlich die Arbeit des Spurens übernommen hatte, ist ebenfalls sehr enttäuscht, zumal viele Langläufer ihren Ärger über die zerstörte Loipe an den Ehrenamtlichen ausließen. Er überlegt inzwischen, ob er in Zukunft die nicht ganz ungefährliche Arbeit weiter übernehmen soll.

Den vollständigen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper.

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