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Rückgang bei Blutspenden im Kreis Hersfeld-Rotenburg

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Von: Laura Hellwig

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Fotos während einer Blutspendeaktion des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) 2020: Die Blutgruppe kann das Risiko einer Corona-Infektion beeinflussen.
Den Krankenhäuser stehen derzeit weniger Blutreserven zur Verfügung (Symbolbild). © photo2000/Imago

Den Krankenhäusern stehen derzeit weniger Blutreserven zur Verfügung.

Hersfeld-Rotenburg – Die Zahl an Blutspenden im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bleibt derzeit hinter den vom DRK erwarteten Mengen zurück – 12,1 Prozent weniger Spenden als kalkuliert verzeichnet das DRK von Anfang April bis Mitte Mai. Den Krankenhäusern stehen so weniger Blutreserven zur Verfügung. Ein deutlicher Rückgang ist auch im gesamten Versorgungsgebiet des DRK-Blutspendedienstes Baden Württemberg-Hessen zu beobachten. Hier hat es eine Differenz von 10,2 Prozent zwischen den erwarteten und tatsächlichen Spenden gegeben, informiert Eberhard Weck, Pressesprecher beim DRK Baden Württemberg-Hessen.

Hinzu kommt noch, dass einige Krankenhäuser jetzt Operationen nachholen, die sie wegen der Corona-Pandemie verschoben hatten, und deshalb auch mehr Blut benötigen.

Weck erklärt sich den Rückgang damit, dass viele Menschen die jetzt frühlingshaften Temperaturen für mehr Freizeitaktivitäten nutzen. Dies sei auch gar nicht unüblich. „Der Einbruch kommt jedes Jahr, man weiß nur nie, wann er kommt“, meint Weck. Dieses Jahr sei der Rückgang an Spenden – sobald die Temperaturen wärmer werden, Biergärten öffnen und andere Veranstaltungen vermehrt stattfinden – allerdings deutlich stärker und lang anhaltender. „Jetzt wird alles nachgeholt, was während Corona nicht möglich war: Urlaube, Konzertbesuche et cetera“, sagt Weck.

Die nächsten Termine

Der nächste Blutspendetermin in Rotenburg findet am Freitag, 27. Mai, im Bürgersaal statt. Am Dienstag, 7. Juni kann in der Kultur- und Sporthalle Hohenroda-Ransbach Blut gespendet werden. Außerdem am Freitag, 10. Juni, in Ellis Saal in Bebra, am Dienstag, 14. Juni, in der Schildehalle Bad Hersfeld oder oder am Mittwoch, 15. Juni, in der Kreuzberghalle in Philippsthal. Alle Termine unter finden Sie hier.

Die Herausforderung für das DRK bestehe darin, effektiv und strategisch auf den Spendenrückgang zu reagieren. Allerdings bedarf die Organisation von mehr Spendenterminen einer längerfristigen Planung. Die Wetterprognose – von der die Spendenbereitschaft offenbar abhängig ist – könne im Gegensatz dazu nur kurzfristig abgelesen werden. Eberhard Weck weist ausdrücklich auf die Dringlichkeit hin. „Wir haben nur eine Chance auf Besserung, wenn wir immer wieder wachrütteln und auf die Blutspende aufmerksam machen“, so der Pressesprecher. Er hofft auf eine Entspannung nach den Feiertagen.

Während der Corona-Pandemie verzeichnete das DRK aber auch positive Entwicklungen. Im Jahr 2020 gab es im Landkreis mehr Erstspender als in den beiden Jahren zuvor, und das bei weniger Spendeterminen. In dieser Zeit sei es dem Blutspendedienst zugutegekommen, dass sämtliche andere Veranstaltungen abgesagt worden waren, so Weck.

Von Laura Hellwig

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