Haushalt 2021

Rücklagen helfen Ronshausen: Geld für neues Feuerwehrhaus eingeplant

Das Feuerwehrgerätehaus entspricht nach 37 Jahren nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen.
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Das Feuerwehrgerätehaus entspricht nach 37 Jahren nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen.

Nur knapp eine halbe Million Euro will die Gemeinde Ronshausen dieses Jahr investieren. Das sieht der Haushaltsentwurf vor, den Bürgermeister Markus Becker (CDU) in der jüngsten Gemeindevertretersitzung vorgestellt hat.

Ronshausen - Geld ist für einen Grundstückskauf für das neue Feuerwehrhaus und die Erweiterung des Parkplatzes am Haus des Gastes vorgesehen. 2020 investierte die Gemeinde mit 1,2 Millionen Euro doppelt so viel und 2019 mit 1,7 Millionen Euro sogar mehr als dreimal so viel, wie nun geplant ist. „Wir müssen uns auf Pflichtaufgaben unter Corona-Bedingungen beschränken“, sagte Becker.

Erstmals seit 2016 gelingt kein ausgeglichener Haushalt. Im Ergebnishaushalt (laufende Verwaltung) steht ein Minus von 42 685 Euro. Das Zahlenwerk kann laut Becker trotzdem genehmigt werden, da aus den Überschüssen von 2017 bis 2019 noch rund 455 000 Euro übrig sind.

Investitionen

Der größte Posten ist mit 200 000 Euro der geplante Kauf eines Grundstücks für ein neues Feuerwehrhaus in Ronshausen. Nach einem geeigneten Ort wird noch gesucht. Das derzeitige Gebäude ist 37 Jahre alt und entspricht nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen.

2022 werden dann voraussichtlich zwei Millionen Euro in den Bau investiert. 150 000 Euro sind für den Kauf eines neuen Baggers für den Bauhof geplant. Der aktuell genutzte ist 24 Jahre alt und verschlissen. Außerdem soll der Parkplatz am Haus des Gastes erweitert werden. 30 000 Euro sind eingeplant für den Kauf eines benachbarten Grundstücks und 70 000 Euro für den Abriss von zwei Gebäuden und die provisorische Herrichtung der Fläche. Der Parkplatzausbau folgt in den kommenden Jahren.

Steuern und Abgaben

Die Hebesätze für Grundsteuer A und B bleiben mit jeweils 650 Prozentpunkten unverändert, gleiches gilt für die Gewerbesteuer (420). Die Grundsteuereinnahmen betragen ebenso wie im vorigen Jahr rund 380 000 Euro, bei der Gewerbesteuer (351 000 Euro) wird mit 44 000 Euro weniger geplant als im Vorjahr. Die Schlüsselzuweisungen des Landes an Ronshausen steigen um 68 400 Euro auf 1,07 Millionen Euro.

Der Betrag, den die Gemeinde mit der Kreis- und Schulumlage an den Landkreis abführen muss (1,48 Millionen Euro) steigt um 12 900 Euro. Insgesamt nimmt die Gemeinde, so der Plan, bei allen selbst zu zahlenden Abgaben in Summe mit den Einnahmen aus Steuern und Ähnlichem 43 000 Euro mehr ein als im Vorjahr.

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