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Paar aus den Niederlanden mit Wohnmobil in Rotenburg

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Von: Christopher Ziermann

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Natur und Fachwerk, die Fulda und die Rotenburger Altstadt – für Hugo Biermans, Monique Martens und Hund Kaj sind das perfekte Bestandteile für einen Urlaub. Die Niederländer waren mit dem Wohnmobil zu Besuch.
Natur und Fachwerk, die Fulda und die Rotenburger Altstadt – für Hugo Biermans, Monique Martens und Hund Kaj sind das perfekte Bestandteile für einen Urlaub. Die Niederländer waren mit dem Wohnmobil zu Besuch. © Christopher Ziermann

Rotenburg zieht Touristen an. Auf dem Wohnmobilstellplatz am Sportplatz Wittich wohnen zwei Besucher, die die Natur in der Region besonders schätzen.

Rotenburg – Die „Schöne an der Fulda“ tut viel für den Ausbau des Tourismus. MER und Stadt haben das als Fokus ausgegeben an einem Ort, der im engen Fuldatal und bedingt durch das viele Fachwerk nicht viel Raum für Industrie bietet. Doch wie wird das von Besuchern wahrgenommen? Viele kommen aus den Niederlanden hierher, um Urlaub zu machen. Warum eigentlich?

Monique Martens und Hugo Biermans sind mit ihrem Wohnmobil schon unzählige Male in verschiedenen Ecken Deutschlands unterwegs gewesen. Nun waren sie auch für zwei Nächte in Rotenburg, wo sie auf dem Wohnmobilstellplatz am Sportplatz Wittich übernachtet haben. „Der ist sehr schön und ruhig gelegen, so direkt am Fluss.

Die Ausstattung ist einfach, aber wir brauchen auch nicht viel“, sagt Monique Martens. „Wir kommen wegen der Natur hierher, und wir lieben die kleinen Städte.“ Wälder, Wiesen und Hügel, die man bei entspannten Spaziergängen in ruhiger Umgebung genießen kann, gebe es in ihrem dicht besiedelten Heimatland eher selten, erzählt das Paar, das aus der Nähe von Eindhoven kommt. Auch das Angebot von Wohnmobilplätzen sei in Deutschland im europaweiten Vergleich sehr gut. Die Stellplätze seien fast immer in Laufdistanz zu Innenstädten und Einkaufsmöglichkeiten.

Einkaufsmöglichkeiten fehlen: Rotenburg kämpft mit Lerrstand

Bei den Einkaufsmöglichkeiten fällt ihnen aber auch etwas auf, das in den Niederlanden offenbar nicht so drastisch ist: der Leerstand. Auch in Melsungen und Rotenburg. „Das ist natürlich schade“, sagt Hugo Biermans. In den Niederlanden gebe es auch in kleineren Städten viel mehr Filialen größerer Ketten. Die könnten sich wohl besser halten als die kleinen inhabergeführten Geschäfte. Auch wenn die natürlich etwas Besonderes seien – dort, wo es sie noch gibt.

In Rotenburg hat das Paar mit Hund Kaj Spaziergänge zum Pilzchen oberhalb vom Kreiskrankenhaus gemacht. Auch den Schlosspark und die Altstadt haben sie erkundet. Nachmittags sind sie für einen Spaziergang an der Fulda entlang unterwegs und essen an der Imbissbude neben der Alten Fuldabrücke zu Mittag.

Touristen sind begeistert: Rotenburger sind ein Maß an Freundlichkeit

„Wir sind jedes Mal wieder von der Freundlichkeit der Deutschen begeistert. Auch in Rotenburg“, sagt Monique Martens. Und jedes Mal wieder ist es für sie gewöhnungsbedürftig, dass viele Läden in der Mittagszeit geschlossen haben. Möglicherweise sei das ja auch ein Grund dafür, dass mitunter nicht so viel los sei in den Städten. Das niederländische Paar allerdings kommt ja auch genau wegen dieser Ruhe hierher. Und wegen des Mittelalter-Flairs. So sind die beiden auch auf Melsungen und Rotenburg gekommen. Beide Städte werden in einem hessischen Wohnmobilführer beworben, den das Paar bei einer früheren Reise gekauft hat.

Von Rotenburg aus hat die Reise der beiden mittlerweile weiter nach Thüringen geführt und von dort in einer Schleife zurück in Richtung Kassel und dann wieder nach Hause. Wegen der Natur, der aus ihrer Sicht schönen kleinen Städtchen und den freundlichen Menschen wird es sie wohl auch in ihrem nächsten Urlaub wieder nach Deutschland ziehen. (Christopher Ziermann)

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