Derzeit nutzen Rad- und Traktorfahrer enge Landstraßen

Schluss mit Sackgassen: Gemeinde Alheim baut neuen Radweg im Gudegrund

 Das Bild zeigt von links Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke, den Niederguder Lokalpolitiker Richard Berge, Martin Marth (Baumanagement) und Petra Herzig (Verwaltung) zwischen Niedergude (links im Hintergrund) und dem Pferdehof Hasenmühle, dessen Reithalle rechts zu sehen ist.
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Zwischen Niedergude und Obergude gibt es außer der engen Landesstraße keine Verbindung, Feldwege enden in Sackgassen. Das soll nun zwischen Niedergude (links im Hintergrund) und dem Pferdehof Hasenmühle, dessen Reithalle rechts zu sehen ist, geändert werden. Das Bild zeigt von links Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke, den Niederguder Lokalpolitiker Richard Berge, Martin Marth (Baumanagement) und Petra Herzig (Verwaltung).

Zwischen den Alheimer Ortsteilen Niedergude und Obergude enden Feldwege in Sackgassen. Das soll sich mit einem neuen Rad- und Wirtschaftsweg ändern. Kostenfaktor: 152.000 Euro.

Niedergude/Obergude – Es ist ein Weg von nur rund 700 Metern Länge, und doch sind dafür 152.000 Euro veranschlagt: Zwischen Obergude und Niedergude wird ein Rad- und Wirtschaftsweg angelegt. Die Ausschreibung läuft derzeit – schon im Oktober soll der Weg für Radfahrer und Landwirte fertig sein. Grund für die gebotene Eile sind Fristen im Zusammenhang mit dem Programm „Dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen“, für das sich die Gemeinde Alheim seit 2017 mehrfach beworben hat – diesmal mit Erfolg.

Das Programm wird mit Geld von EU, Bund und Land gespeist. Für die Bewilligung ist das Amt für Bodenmanagement Homberg zuständig – voraussichtlich wird im laufenden Jahr nur ein weiterer Antrag aus den Kreisen Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner und Schwalm-Eder berücksichtigt. „Wir freuen uns riesig über die Unterstützung für dieses außerordentlich wichtige Projekt“, sagte Bürgermeister Georg Lüdtke bei der Übergabe des Spendenschecks über 68 000 Euro, für die aus Homberg Amtsleiter Uwe Koch und Abteilungsleiterin Anne Kappler nach Alheim kamen.

Alle Feldwege enden an den jeweiligen Gemarkungsgrenzen. Warum das so ist, weiß niemand.

Richard Berge

Bislang müssen Traktor- und Fahrradfahrer zwischen Obergude und Niedergude die sehr enge Landesstraße benutzen. Sie ist die einzige Verbindung zwischen den beiden Dörfern. „Alle Feldwege enden an den jeweiligen Gemarkungsgrenzen in Sackgassen. Warum das so ist, weiß niemand“, sagt der Niederguder Lokalpolitiker Richard Berge. Alle Wiesen und Felder, die an der Gemarkungsgrenze liegen, sind nur von einer Seite zu erreichen.

Den Förderbescheid haben Amtsleiter Uwe Koch (links) vom Amt für Bodenmanagement Homberg und Abteilungsleiterin Anne Kappler am Montag übergeben. Vorne sind Verwaltungsmitarbeiter Dietmar Schaub und Bürgermeister Georg Lüdtke (rechts) zu sehen.

Durch den Gudegrund in Richtung Schwalm-Eder-Kreis führt auch der Radweg R18 – und der Radtourismus nimmt durch den immer größeren Absatz von E-Bikes auch auf hügeligen Strecken wie im Gudegrund zu. In Obergude gibt es bereits eine Ladestation, Erdpenhausen und Niedergude sollen in den nächsten Monaten folgen. Am R18 liegen im Gudegrund zum Beispiel der Wasserspielplatz, das Landschaftskino und das Feuchtbiotop. Demnächst soll auch das im vergangenen Jahr bei einem Hochwasser beschädigte Mühlrad der Hasenmühle wieder aufgestellt werden, mit einem Info-Point. „Ein Radweg ist aber auch für uns Einheimische wichtig, zum Beispiel für Jugendliche“, betont Berge.

Bürgermeister: Zahlreiche Gespräche mit Grundstückseigentümern nötig.

Der Weg wird nicht betoniert, sondern mit Kalkschotter angelegt. Das ist in der Unterhaltung wesentlich kostengünstiger. Um den Weg bauen zu können, musste die Gemeinde einen Teil einer Wiese kaufen, wofür zahlreiche Gespräche mit dem Eigentümer geführt wurden. „Für die Landwirte ist es immer schwierig, wenn eine ihrer Flächen geteilt wird. Deswegen müssen wir auch hier Dankeschön sagen“, so Bürgermeister Lüdtke. Geplant wurde das Projekt von Heinrich Wacker, für die Umsetzung ist Martin Marth vom Baumanagement Rotenburg-Alheim zuständig.

Die fehlende Verbindung zwischen Nieder- und Obergude beschäftigt die Alheimer Lokalpolitik und das Rathaus schon seit vielen Jahren. Auch in der Umsetzung in dem teils abschüssigen Gelände wird es nun nicht ganz einfach. So wird 50 Meter entfernt vom Reiterhof Hasenmühle eine Wasserader vermutet – dort müssen voraussichtlich Drainagen angelegt werden. Lüdtke und Marth sind aber zuversichtlich, dass der Weg Mitte Oktober fertig ist. (Von Christopher Ziermann)

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