Sängerbezirk Blumenstein heißt Herbst willkommen

Bosserode. Passender als mit Manfred Bühlers Komposition „Musik ist wie die Sonne“ hätte der Gemischte Chor 1896 Bosserode das Bezirkssingen des Sängerbezirks „Blumenstein“ im Sängerkreis „Alheimer“ nicht beginnen können.

Denn mit ihren Darbietungen setzten sowohl die Lokalmatadoren als auch die mit ihnen verbundenen Sängerinnen und Sänger einem sonnigen Novembersonntag eine musikalische Krone auf.

Ganz so, wie es sich der Vorsitzende des Sängerbezirks, Claus Wickler, bei der Begrüßung der acht Chöre in der Bosseröder Mehrzweckhalle gewünscht hatte, und ganz so, wie es Kreischorleiter Josef Koster vorhergesagt hatte: „Das Singen gehört zum Lachen, und das Lachen ist die Sonne, die die Trübsal aus dem Gesicht vertreibt!“

Nach den Bosserödern erfreuten die Männer des MGV 1863 Hönebach die in der herbstlich geschmückten Mehrzweckhalle versammelten Freunde der Chormusik. Beim „Jäger aus Kurpfalz“ ließen sie einen Kuckuck ertönen, und beim Lied „Wer hier mit uns will fröhlich sein“ fühlte man sich fast schon an einen netten Abend bei der Hönebacher Jahrhundertfeier versetzt.

Gefühlvoller Liederkranz

Ganz zart begann der Gemischte Chor Liederkranz 1949 Obersuhl, als er „Ein kleines Stück Musik“ servierte, und genauso gefühlvoll endete er, als er die deutsche Version des Abba-Hits „I Have a Dream“ präsentierte. Ganz anders der MGV 1860 Richelsdorf, der den „Kriminaltango“ und das eindringlich vorgetragene „Kum ba yah my Lord“ - einen der Höhepunkte des Nachmittags - intonierte. Irgendwie merkte man es den Sängern - unter ihnen auch der mit großer Begeisterung singende, 80 Jahre junge Günther Krause - an, wieviel Freude Singen bereitet.

Bezirkssingen des Sängerbezirkes Blumenstein in Bosserode

Nach der Kaffeepause erzählte der Vereinigte Männergesangverein 1863 Obersuhl von der Bergheimat, vom Abendfrieden und vom Wein - ein Thema, das auch der MGV 1896 Bosserode aufgriff: „Ich weiß ein Fass in einem tiefen Keller“. Da lag es nahe, auch Udo Jürgens’ Ohrwurm „Die kleine Kneipe“ zu besingen, was so gut ankam, dass fast alle Anwesenden einstimmten. Glanzlichter zündete auch der Gemischte Chor Süß an, als er den „Bajazzo“ und „Die Glocken der Heimat“ besang und mit dem Mut machenden Lied „Die Welt erstrahlt in neuem Licht“ anrührte.

Das Ausrufezeichen des Tages setzte der Bezirkschor der Männer, den Moderator Gerd Mania mit den Worten „Es ist traumhaft, so viele Sänger auf einmal auf der Bühne zu sehen!“ angekündigt hatte. Er interpretierte Franz Schuberts „Die Nacht“, nahm alle mit „Auf grünen Wanderwegen“, ging „Im Weinparadies“ spazieren, und er war auch derjenige, der den Ton angab beim gemeinsam gesungenen Schlusskanon „Abendstille überall“. (zwa)

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