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Sängerkreis Hersfeld bleibt ohne Vorsitzende

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In Anerkennung besonderer Verdienste beim Kreissängertag ausgezeichnet: Aus der Hand von Kreisbeigeordnetem Jürgen Schäfer (3. von rechts) erhielten Thomas Möckl (3. von links), Lothar Braun (4. von links) und Wilfried Lippert (5. von links) das Sängerehrenzeichen des Kreises in Gold. Mit ihnen freuten sich vorne von links MSB-Geschäftsführer Hans-Joachim Zwickirsch, Sängerkreis-Ehrenvorsitzender Helmut Großenbach, Beisitzer Uwe Gippert, Bürgermeister Thomas Rohrbach sowie hinten von links Jugendreferentin Isabel Kremeskötter, stellvertretende Kreischorleiterin Karin Schenk, Schatzmeister Hartmut Bonacker und Geschäftsführer Martin Gellert.
In Anerkennung besonderer Verdienste beim Kreissängertag ausgezeichnet: Aus der Hand von Kreisbeigeordnetem Jürgen Schäfer (3. von rechts) erhielten Thomas Möckl (3. von links), Lothar Braun (4. von links) und Wilfried Lippert (5. von links) das Sängerehrenzeichen des Kreises in Gold. Mit ihnen freuten sich vorne von links MSB-Geschäftsführer Hans-Joachim Zwickirsch, Sängerkreis-Ehrenvorsitzender Helmut Großenbach, Beisitzer Uwe Gippert, Bürgermeister Thomas Rohrbach sowie hinten von links Jugendreferentin Isabel Kremeskötter, stellvertretende Kreischorleiterin Karin Schenk, Schatzmeister Hartmut Bonacker und Geschäftsführer Martin Gellert. © Wilfried Apel

Der Zusammenschluss der Chormusikbegeisterten der Sängerbezirke Hersfeld, Aulatal, Haunetal, Landeck und Werratal bleibt nach wie vor ohne Führung.

Niederaula – Beim ersten Kreissängertag des Sängerkreises Hersfeld nach Corona im alten Forsthaus in Niederaula fand sich weder ein Erster noch ein Zweiter Vorsitzender.

Nachfolgerinnen oder Nachfolger für die nicht mehr antretende Jugendreferentin Isabel Kremeskötter und die nicht mehr zur Verfügung stehende Frauenreferentin Astrid Clute-Simon wurden ebenfalls nicht gefunden.

Damit reduziert sich die Zahl der im Gesamtkreisvorstand stimmberechtigten Mitglieder von eigentlich fünfzehn auf tatsächlich zehn: den Geschäftsführer Martin Gellert (Philippsthal), den Schatzmeister Hartmut Bonacker (Ransbach), den Kreischorleiter Ulrich Meiß (Unterhaun), die stellvertretende Kreischorleiterin Karin Schenk (Wippershain), den Beisitzer Uwe Gippert (Neukirchen), den Ehrenvorsitzenden Helmut Großenbach (Asbach) und die fünf Vorsitzenden der Sängerbezirke – der Sängerbezirk Hersfeld ist zurzeit jedoch führungslos.

Um in diesem Entscheidungsgremium abstimmungs- und arbeitsfähig zu bleiben, beschlossen die Delegierten nach Erläuterung durch den in Niederaula anwesenden Geschäftsführer des Mitteldeutschen Sängerbunds Hans-Joachim Zwickirsch, dass die Zahl der Gesamtkreisvorstandsmitglieder, die in Sitzungen anwesend sein muss, von neun auf fünf reduziert wird. Die entsprechende Satzungsänderung erfolgte ebenfalls einstimmig.

Zu Beginn der Versammlung hatte Beisitzer Uwe Gippert, der den Vorstand fast immer nach außen vertritt, darauf hingewiesen, dass es wegen Corona drei Jahre gedauert habe, bis man sich endlich wieder bei einem Kreissängertag treffen könne – wegen einer kurzfristigen Absage leider ohne musikalische Begleitung durch einen Mitgliedschor, was Norbert Henkel vom MGV Ransbach später bemängelte.

„Wir hätten gesungen, wenn man uns gefragt hätte“, sagte der Hohenrodaer. Gipperts Bericht für die Jahre 2019 bis 2021 fiel kurz aus, denn fast alle Mitgliedsvereine durften und konnten nach dem noch normal über die Bühne gegangenen Jahr 2019, in dem der Sängerkreis mit rund 450 Gästen sein 100-jähriges Bestehen gefeiert hatte, ab Mitte März 2020 kaum noch singen.

Das und die Mitgliederstruktur der Gesangvereine führte dazu, dass sich die Zahl der Mitgliedsvereine im Berichtszeitraum auf 45 reduzierte. Die Zahl der Mitglieder ging ebenso deutlich von über 1500 auf 1357 Mitglieder per 31.12.2021 zurück.

Kreischorleiter Ulrich Meiß, dessen Bericht wegen eines Fahrradunfalls von Meiß von Uwe Gippert verlesen wurde, sprach mit Blick auf die letzten beiden Jahre von einem „Ausnahmezustand“.

Die Pandemie sei jedoch nicht alleine an den Problemen der Gesangvereine schuld. Sie habe sie lediglich verschärft.

„Der Vorstand hat keine Patentrezepte, aber wir werden uns der Probleme annehmen“, versprach Meiß. Sein Credo: „Qualität und Innovation statt Stillstand! Wichtig ist, dass wir auf allen Ebenen Angebote machen, und dass die Vereine die Fortbildungsangebote des Sängerkreises, wie etwa den für Februar 2023 vorgesehenen Workshop mit dem Dirigenten und Universitätsmusikdirektor Jan Schumacher, wahrnehmen.“

Finanziell müsste das machbar sein, denn der Sängerkreis verfügt nach wie vor über ein solides finanzielles Polster, wie Schatzmeister Hartmut Bonacker darlegte.

Die Grüße des Landkreises überbrachte Kreisbeigeordneter Jürgen Schäfer, der vier Sängerehrenzeichen in Gold dabei hatte. In Würdigung besonderer Verdienste überreichte er die Auszeichnungen nebst Urkunde und Glaspokal an Lothar Braun und Thomas Möckl aus Oberhaun sowie Wilfried Lippert und den verhinderten Walter Zerr aus Friedlos.

Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach machte den Sängern und Sängerinnen Mut für den Wiedereinstieg und die dringend erforderliche Mitgliedergewinnung: „Vereinsarbeit ist ein harter Job, aber Live-Musik ist etwas ganz besonders Schönes. Geben Sie nicht auf“.

(Wilfried Apel)

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