Gebäude ohne Barrieren

Sanierung des Jugendheims in Nentershausen gut im Zeitplan

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Blick von oben auf die Großbaustelle: Vorne links ist der Anbau zu sehen. An den Außenwänden des Jugendheims fehlen noch die Dämmung und der Putz. Das neue Dach ist fertig. Fast alle Handwerker kommen aus der Region. Das Foto wurde aus dem Obergeschoss der Familie Meier aufgenommen. 

Nentershausen. Bei der Sanierung und Erweiterung des Jugendheims in Nentershausen läuft es gut. Es ist das größte Projekt, das die Gemeinde zurzeit stemmt. 

In Zeiten, wo so mancher wochenlang auf einen Handwerker warten muss, gibt es für Nentershausen gute Nachrichten: Die Sanierung und Erweiterung des Jugendheims liegt gut im Zeitplan. Ende Oktober sollen die Arbeiten einschließlich der Außenanlage abgeschlossen und das Jugendheim, das dann sicher einen anderen Namen tragen wird, wieder nutzbar sein, berichtet Bürgermeister Ralf Hilmes auf Anfrage unserer Zeitung. Ziel sei, einen attraktiven Treffpunkt für Jung und Alt zu schaffen.

Die Sanierung des Jugendheims ist das größte Projekt, das Nentershausen zurzeit stemmt. Eine Wahl hatte die Gemeinde nicht. Das Jugendheim musste saniert werden. Nicht nur die Technik und die Wärmedämmung waren auf dem Stand der 60er-Jahre, berichtet der Bürgermeister.

Zur energetischen Sanierung gehören die Dreifachverglasung der Fenster und die Dämmung der Außenwände und des Daches. Die Lampen werden auf LED umgestellt. Auch die neuen Leitungen der Heizungsanlage liegen schon. Die alten Heizkörper werden durch neue ersetzt. Die Heizungsanlage selbst war bereits über das KIP-Programm erneuert worden.

Das Herzstück

Verbessert werden mussten dringend auch die Nutzungsmöglichkeiten. „Herzstück“ der Arbeiten ist die Verlegung der Toiletten vom Untergeschoss ins Erdgeschoss. In Zukunft werden auch die Toiletten barrierefrei erreichbar sein, berichtet Hilmes. „Die Toiletten hätten sowieso in jedem Fall saniert werden müssen“, ergänzt Ortsvorsteher Kurt Gawletta.

Besuch auf der Baustelle bei den fleißigen Handwerkern: Bürgermeister Ralf Hilmes, links, und Ortsvorsteher Kurt Gawletta erläutern den Stand der Arbeiten.

Der Anbau steht und wird gerade tapeziert. Er befindet sich dort, wo vorher der Eingangsbereich war. Insgesamt ist der Anbau 55 Quadratmeter groß. Im Anbau links kommt der kleine Saal unter, der aus dem Altbestand dorthin verlegt wird. So entsteht Platz für die neue Toilette.

Vieles ist schon fertig. Neue Wände sind gesetzt, die neue Toilettenanlage ist gefliest. Jetzt kümmern sich die Tischler um die Türen, der Bodenbelag wird aufgebracht und die Malerarbeiten stehen noch an. Als Letztes kommt dann die Gestaltung der Außenanlage an die Reihe.

Die Finanzierung

Das Projekt wird durch das Bund-Land-Förderprogramm „Stadtumbau in Hessen“ gefördert. Die Förderquote liegt bei 72 Prozent. Die restlichen 28 Prozent muss die Gemeinde selbst aufbringen. Nach einer Kostenschätzung vor Baubeginn muss die Gemeinde damit einen Eigenanteil von etwa 133 000 Euro übernehmen. Aus dem Förderprogramm kommen 342 000 Euro, berichtet Bürgermeister Hilmes.

„Wir hoffen natürlich, dass durch die Sanierung auch weniger Öl und Strom verbraucht werden, und sich die Betriebskosten damit verringern“, sagt der Bürgermeister. „Die Sanierung und der Umbau waren nötig. Keine Frage. Und wir brauchen ein attraktives Jugendheim für die vielen verschiedenen Nutzer. Dazu gehören Familienfeiern genauso wie Vereine, die Gemeindevertretung oder Blutspendetermine“, betont Ortsvorsteher Kurt Gawletta.

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