Sara Schulten ist die neue Leiterin des Jugendzentrums in Bebra - und mit der Region verbunden

Liebt die Arbeit mit Jugendlichen: Sozialpädagogin Sara Schulten. Foto:  Schankweiler-ZIermann

Bebra. Die Leiterin des neuen Treffpunkts der Jugendlichen in der Nachbarschaft der Schule in Bebra heißt Sara Schulten. Sie ist seit Eröffnung Ansprechpartnerin für die Zwölf- bis 20-Jährigen.

Die Region ist für die Sozialpädagogin nicht neu: Sie ist in Obersuhl zur Grundschule gegangen, hat dann in Frankfurt und in Bayern gelebt. Jetzt ist sie zurückgekehrt und sagt: „Mein Herz hing schon immer an dieser Region“, hier hat sie ihre Wurzeln. Sie liebt die Landschaft, die Weite, die Fernsicht von den Bergen. Gerne geht sie raus in die Natur. „Das erfüllt mich mit Freude und Zufriedenheit“, erklärt die 36-Jährige. Da muss sie nicht erst weit weg in Urlaub fahren.

Gelehrige Katze

Ein Hund begleitet sie auf ihren Wegen durch Feld und Wald noch nicht, aber ihrer Katze Felicitas hat die Sozialpädagogin Platz, Sitz und „Gib’ mir Fünf“ (Give me five - die Begrüßung vieler Jugendlicher) beigebracht.

Im Juze wird natürlich niemand dressiert, aber es gibt Regeln, auf deren Einhaltung Sara Schulten achtet. So erhalten die jungen Leute den Schlüssel für die schöne neue Küche nur gegen ein Pfand, das ihnen wichtig ist. Das gibt es zurück, wenn alle Teller und Töpfe wieder im Schrank sind.

„Ich liebe es, mit Jugendlichen zusammenzuarbeiten“, erzählt die junge Frau. Sie hat als Kind schon gerne Verantwortung für ihre jüngere Schwester übernommen, vor dem Studium Kindergottesdienst mitgestaltet. Bei einem Praktikum als Sektretärin beim Sozialwerk Bayern festigte sich ihr schon lange gehegter Berufswunsch. Mit 27 Jahren entschloss sie sich noch zu einem Sozialpädagogikstudium.

Anregung und Hilfestellung

Sie ist offen für die jungen Leute, gibt Anregungen zum Beispiel auch, wenn es um eine Bewerbung geht. Einem Jugendlichen gab sie Hilfestellung für eine Präsentation in der Schule. „Mein Weg nach Deutschland“ lautete der Titel. Das war für sie selbst spannend und der Schüler bekam eine „Eins“. Schulten möchte motivieren, die jugenen Leute in ihren Fähigkeiten unterstützen, sodass sie spüren: Ich kann etwas, ich bin gut. Zusammen in der Gemeinschaft etwas zu entwickeln - das ist das I-Tüpfelchen, sagt Sara Schulten.

Kein Problem mit den Jungs

Dass ein großer Teil Jungs mit ausländischen Wurzeln sind, ist für sie kein Problem. Sie sorgt dafür, dass sie ernst genommen wird, betont die Juze-Leiterin. Jeden Tag ist das Haus ab dem Nachmittag geöffnet, außer sonntags und montags.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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