Schwimmhalle in Wildeck-Obersuhl soll saniert werden – Land gibt 500 000 Euro dazu

Schäden auf zweiten Blick

Treuer Gast: Hans Volland (oben) kommt regelmäßig aus Gerstungen, um in der Schwimmhalle Obersuhl seine Bahnen zu ziehen. Die Schäden gerade im Technikraum sind inzwischen groß, wie Wilfried Kleinerüschkamp (rechts) zeigt. Fotos: Michaelis

Obersuhl. Trockenen Fußes kommt man kaum durch den Technikraum unter dem Becken der Kleinschwimmhalle in Wildeck-Obersuhl. Überall stehen Pfützen, aus den Leitungen tropft das Wasser. Das Schwimmbad, 1977 erbaut, ist in die Jahre gekommen.

Es reiche nicht mehr aus, die Mängel notdürftig zu reparieren, sagte Wilfried Kleinerüschkamp, Betriebsleiter der Gemeindewerke und Leiter des Bauamts in Wildeck. „Nun kommen wir um die Sanierung nicht mehr herum“, sagte Wildecks Beigeordneter Udo Sauer. Auf etwa 1,86 Millionen Euro schätzt Kleinerüschkamp die Kosten. Viel Geld für eine kleine Gemeinde wie Wildeck.

Deswegen war Heinz Zielinski gestern ein gern gesehener Gast. Der Abteilungsleiter im hessischen Innenministerium macht sich nämlich nicht nur ein Bild von den Schäden an der Schwimmbadtechnik. Er hatte auch einen Bewilligungsbescheid dabei, den Sauer entgegennahm und gleich an Kleinerüschkamp weiterreichte. Mit einer halben Million Euro beteiligt sich das Land an der Sanierung des Hallenbades.

Mit dem Geld komme die Gemeinde nun in die glückliche Lage, genauer planen zu können, sagte Kleinerüschkamp. Froh sei er, dass es in jedem Fall bei dem Landeszuschuss von 500 000 Euro bleibt – auch wenn die Sanierungskosten am Ende niedriger ausfallen sollten.

Auf den ersten Blick mache das Hallenbad noch einen guten Eindruck, sagte Zielinski, als er aus der Kabine des Schwimmmeisters auf das Becken blickte. Nachdem ihn Kleinerüschkamp durch den Technikraum geführt hatte, war Zielinski davon überzeugt, dass die Sanierung dringend nötig ist.

Technik und Becken neu

Nach den bisherigen Planungen muss die Lüftungs- und Filteranlage saniert werden. Außerdem ist die Beton-Außenhaut des Gebäudes stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Grundwasser und Chlor haben der Bausubstanz stark zugesetzt. Gerade die für die Statik relevanten Teile müssten saniert werden, sagte Kleinerüschkamp. Nicht zuletzt muss auch das 16,66 Meter lange Schwimmbecken saniert werden. Die Aluwanne soll durch ein Edelstahlbecken ersetzt werden.

Je nachdem wie schnell die politischen Gremien über den Haushalt entscheiden, beginne die Sanierung wohl im Frühjahr, sagte Kleinerüschkamp. „Wir wollen so weit wie möglich regenerative Engergien nutzen.“ Danach sollen die Betriebskosten sinken. Bisher muss die Gemeinde das Bad jedes Jahr mit 150 000 Euro bezuschussen.

Pro Woche nutzen etwa 250 Gäste das Schwimmbad. Zudem haben Schulen aus Wildeck und Thüringen sowie DLRG, Volkshochschule und eine Physiotherapie-Praxis Übungszeiten. HINTERGRUND

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Von Claas Michaelis

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