EAM will sich kümmern

Schenklengsfeld hat ein Abwasser-Problem: Lösung soll her

Das Bild zeigt die Kläranlage in Malkomes.
+
Die Kläranlage in Malkomes ist in die Jahre gekommen. Jetzt muss die Gemeinde viel Geld in die Abwasserbeseitigung stecken.

Die Kläranlagen der Gemeinde Schenklengsfeld sind in die Jahre gekommen und auch das Kanalsystem muss auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.

Schenklengsfeld – Zwei Vertreter der EAM Netz GmbH erläuterten am Donnerstagabend den Schenklengsfelder Gemeindevertretern die Abwasserproblematik in der Großgemeinde.

Der Energieversorger ist bereits für die technische Betriebsführung der beiden gemeindlichen Kläranlagen zuständig. Und die sind laut Bürgermeister Carl Christoph Möller in die Jahre gekommen.

Die Anlage in Wippershain soll bereits stillgelegt werden. Das Abwasser soll künftig über ein Leitungsnetz hinunter zur Gemeinde Hauneck fließen. Jedoch gibt es ein großes Problem. Die Abwasserfracht ist zu groß, weil in das derzeit marode Kanalnetz extrem viel Fremdwasser eindringt.

Diese Schwierigkeit besteht auch für die Anlage in Malkomes, deren Grenzwerte dadurch immer wieder nicht erreicht würden. Hohe Strafzahlungen seien daher in den vergangenen Jahren zu entrichten gewesen.

Nun muss also erst einmal das Abwasserkanalsystem in der Großgemeinde auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Denn bisher ist nicht klar, wie es im Untergrund überhaupt aussieht. Von den rund 55 Kilometern Kanal sind erst gut 15 Kilometer mit Kameras befahren und auf Schäden geprüft worden. Dann erst kann überhaupt gesagt werden, ob sich eine Erneuerung der Kläranlage in Malkomes lohnt und ob dort vielleicht neben der Gemeinde Schenklengsfeld auch die Gemeinde Friedewald künftig ihr Abwässer klären lassen wird. In der Nachbarkommune gibt es nämlich ebenfalls Probleme mit veralteter Kläranlagentechnik.

Geprüft werden soll aber auch, ob statt eines Neubaus in Malkomes die Abwässer vielleicht über ein zu errichtendes Leitungssystem bis zur Anlage in Bad Hersfeld geführt werden. Das alles ist noch offen und letztlich auch eine Frage des Geldes. Kosten in Höhe von mehreren Millionen Euro werden allerdings so oder so entstehen.

Die EAM Netz GmbH möchte auf jeden Fall all diese Fragen beantworten und die Aufgaben für die Gemeinde Schenklengsfeld übernehmen. Dafür braucht es jedoch noch Unterschriften unter einem Betriebsvertrag, damit das Unternehmen an den Start gehen könnte. Darüber soll die Gemeindevertretung dann in ihrer nächsten Sitzung im September entscheiden.

Windkraft: Acht Windräder bei Wippershain geplant

Die Gemeindevertreter haben mehrheitlich den Gemeindevorstand damit beauftragt, einen Vertrag zur Wegenutzung mit der Green City Windpark Wippershainer Höhe GmbH & Co. KG abzuschließen. Das Unternehmen will im Buchwald bei Wippershain acht Windräder aufstellen. Dafür müssen die Schwertransporte über drei Wege der Gemeinde rollen. Für die Gewährung dieses Wegerechts erhält die Gemeinde jährlich 140 000 Euro. Der Vertrag gilt zunächst für 25 Jahre.

Die Windparkbetreiber hat danach die Option, diesen Vertrag um weitere fünf Jahre zu verlängern und im Anschluss daran könnte er noch dreimal um jeweils zwei Jahre fortgeführt werden. (Mario Reymond)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.