Atemwege und Augen gereizt

Mehr als 30 Verletzte durch Buttersäure: Gesamtschule Schenklengsfeld evakuiert

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Schenklengsfeld. Wegen verschütteter Buttersäure im Treppenhaus ist die Gesamtschule Schenklengsfeld am Mittwochvormittag evakuiert worden.

Laut Polizei war die Flüssigkeit kurz vor 8.30 Uhr ausgebracht worden. Eine noch unbekannte Person hatte vermutlich eine Glasampulle mit der stinkenden Säure gegen eine Steinwand geworfen.

Aktualisiert um 17 Uhr

Nachdem immer mehr Kinder und Jugendliche über Übelkeit, Rachen- und Magenschmerzen klagten, hatte Schulleiter Oskar Ruhl, der selbst Chemielehrer ist, die Alarmkette ausgelöst und die mehr als 350 Kinder und Jugendlichen zunächst in die Großsporthalle bringen lassen und dann nach Hause geschickt. Die 32 beeinträchtigten Schüler wurden in einem separaten Raum in der Großsporthalle von Rettungskräften versorgt. Bis zum Mittag waren alle 32 wieder entlassen worden.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt. Auch wer die Buttersäure in der Schule verteilte, ist noch unklar. Es ist aber wohl davon auszugehen, dass es sich bei dem Täter um einen Schüler handeln dürfte. Die Polizei geht ersten Hinweisen nach, die ihr aus Schülerkreisen vorliegen. Auch sollen Nachbarn etwas gesehen haben.

Schenklengsfelder Gesamtschule evakuiert

Die Feuerwehr Schenklengsfeld prüfte ihrerseits die Luft in der Schule mit Messgeräten und sperrte einen Teilbereich ab, der nach gründlicher Belüftung wieder in Betrieb genommen werden konnte. Laut Leitstelle des Landkreises Hersfeld-Rotenburg waren auch mehrere Rettungswagen und der Bad Hersfelder GABC-Zug am Einsatzort. Landrat Dr. Michael Koch machte sich ein Bild von der Lage.

Am Donnerstag findet der Unterricht wieder statt. Auch der Informationsabend, der um 19 Uhr beginnt, ist nicht gefährdet.

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