Noch immer kein Haushalt

Eklat im Schenklengsfelder Parlament - SPD lässt Sitzung platzen

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An diesen Personen entzündet sich zur Zeit immer wieder Streit im Schenklengsfelder Parlament. Alt-Bürgermeister Stefan Gensler, sein Nachfolger Carl Christoph Möller, der immer wieder Probleme ausgräbt und Parlamentsvorsitzender Udo Langer (von links).

Die Schenklengsfelder Sozialdemokraten fordern den Rücktritt von Udo Langer (Die Bürgerliste). Die Parlamentssitzung ließen sie platzen.

 Der Vorsitzende der Schenklengsfelder Gemeindevertretung und die Vertreter der SPD hatten sich bei der Bewertung eines Tagesordnungspunkts in der Sitzung am Donnerstag in die Haare bekommen. Als der Vorsitzende mit dem Hinweis, dass bereits abgestimmt sei sowohl einem SPD-Politiker, als auch einem Mitstreiter der Bürgerliste das Wort abschnitt, forderten die Sozialdemokraten eine Sitzungsunterbrechung und verließen den Saal. Kurz darauf kehrten sie zurück, aber nur um die Jacken anzuziehen und wieder zu gehen. „Herr Langer fiel schon wiederholt durch das unbegründete Entziehen von Wortmeldungen und den vorschnellen Abbruch von Tagesordnungspunkten auf“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzende Tanja Hartdegen.

Die Beschlussfähigkeit war nicht mehr gegeben und die Sitzung beendet, bevor Bürgermeister Carl Christoph Möller den Haushalt 2019 vorstellen konnte. Die bereits verteilten Ordner mit dem Zahlenwerk wurden von einem Mitarbeiter der Verwaltung wieder von den Tischen genommen und in Pappkartons verstaut. Um weiter handlungsfähig bleiben zu können, soll der Haushalt nun schnellstens in einer Sondersitzung vorgestellt und an die Gemeindevertreter übergeben werden.

Aktuell untermauert die SPD ihre Rücktrittsforderung an Langer und nimmt die Bürgerliste in die Pflicht: „Wir bitten die Fraktion ,Die Bürgerliste‘ eine neue Kandidatin oder einen neuen Kandidaten für das Amt des Vorsitzenden vorzuschlagen, um zukünftig eine respektvolle Ausführung der Sitzungen zu garantieren. Diesen Vorschlag würden wir als Fraktion selbstverständlich mittragen“, so René Petzold von der SPD. 

VON MARIO REYMOND

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