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Schenklengsfeld sucht Helfer vor Ort

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Schenklengsfeld. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Feuerwehr suchen in Schenklengsfeld Ehrenamtliche, die sich am Projekt „Helfer vor Ort“ beteiligen wollen. Ziel ist es, im Falle eines medizinischen Notfalls die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, sondern gegebenenfalls bereits Wiederbelebungsmaßnahmen einzuleiten, erläuterte Gudrun Ernst vom DRK bei der Vorstellung des Projekts in der Gemeindevertretersitzung.

„Wir wollen den Rettungsdiensten keine Konkurrenz machen“, betonte Ernst. Im Prinzip gehe es um gelebte Nachbarschaftshilfe. Die freiwilligen Helfer sollen in einem Umkreis von drei bis vier Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Einsatz kommen, also in einem Gebiet ihres Wohnumfelds, wo sie sich gut auskennen.

Die Alarmierung erfolge über Handy, es gebe aber keinen festen Dienstplan und keine Verpflichtung zum Einsatz. „Wenn ich selbst krank bin, kann ich nicht helfen“, machte Ernst deutlich. Die Helfer vor Ort müssen mindestens 18 Jahre alt sein und der Feuerwehr oder dem DRK angehören.

Zudem benötigen sie eine abgeschlossene Sanitätsausbildung, die für die Ehrenamtlichen aber vom DRK organisiert wird. Außerdem müssen die Ersthelfer ein kurzes Praktikum beim Rettungsdienst machen, sich regelmäßig fortbilden und an einem Lehrgang zur psychischen ersten Hilfe teilnehmen.

Keine Angst vor Fehlern

Dennoch müsse kein Helfer Angst davor haben, wegen falscher Maßnahmen belangt zu werden. „Jeder arbeitet nach bestem Wissen und Gewissen“, machte Ernst klar. Zurzeit gibt es in Schenklengsfeld 16 ehrenamtliche Helfer, davon sind sieben Feuerwehrleute.

Erfahrungen in anderen Regionen mit dem Helfer vor Ort-System hätten gezeigt, dass dadurch viele Todesfälle vermieden werden können. „Das ist Nachbarschaftshilfe der besonderen Art“, sagte Gudrun Ernst und hofft auf viele weitere Freiwillige. (kai)

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