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Schnelles Internet in Nentershausen mit der Telekom

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Von: René Dupont

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Schnelles Internet für Wanfried: Der Plan für den Breitbandausbau in Kernstadt und Stadtteilen hat sich geändert. Statt mit öffentlichen Fördermitteln will man nun mit einem Privatanbieter kooperieren. symbo
Schnelles Internet für Nentershausen: Das Glasfaserkabel wird die Telekom bis ins Haus legen. © stefanie salzmann

Der Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde Nentershausen wird mit der Glas-FaserPlus GmbH erfolgen, einer Tochter der Deutschen Telekom. Das hat die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Nentershausen – Ziel ist, den Ausbau der etwa 780 Anschlüsse in der Kerngemeinde Nentershausen bis Ende 2023 zu realisieren, heißt es in der Vereinbarung mit dem Unternehmen, das auch die Kosten dafür übernimmt. Erwartet wird aber eine 90-prozentige Förderung des Projekts von Land, Bund und EU.

Die restlichen etwa 660 Haushalte in den Ortsteilen sollen möglichst bis Dezember 2027 angeschlossen werden. So lautet hier die Zielvorgabe im Vertrag. Ob das Unternehmen auch für den Anschluss der übrigen Ortsteile die Kosten übernimmt, wird zurzeit noch intern geprüft. Nach dem Anschluss an das Glasfasernetz sind Geschwindigkeiten von mindestens 1000 Mbit/s möglich, verspricht die Telekom.

Das Glasfasernetz ist in der Gemeinde bereits bis zu den Verteilerkästen in den Orten verlegt. Die „letzte Meile“ bei der Datenübertragung läuft aber über Kupferkabel und kostet Geschwindigkeit. Deshalb soll bei dem jetzt geplanten Ausbau das Glasfasernetz bis in die Häuser gelegt werden.

Die Vorarbeiten bis zu den Verteilerkästen haben in den vergangenen Jahren „Breitband Nordhessen“ und die Telekom geleistet. Auch die Glasfaser-Initiative aus Weißenhasel hat dazu beigetragen, dass speziell in Weißenhasel größere Bandbreiten erreicht wurden, berichtete Bürgermeister Ralf Hilmes (SPD). „Die Bandbreiten, die wir bereits haben, sind für die meisten für heute ausreichend, nicht aber für die Zukunft“, sagte Hilmes.

Ein Arbeitskreis mit allen Beteiligten hatte sich in den vergangenen Wochen mit den Angeboten verschiedener Anbieter beschäftigt. „Dabei hat sich herausgestellt, dass eine Zusammenarbeit mit der Telekom für uns das Sinnvollste ist“, berichtete Hilmes. Die Gemeinde gehe davon aus, dass in einigen Ortsteilen die zum Teil von anderen Unternehmen geforderte Quote von 40 Prozent interessierten Haushalten nicht erreicht werde. In Nentershausen könnten die Kunden auch nach dem Ausbau in ihrem bestehenden Vertrag bleiben, wenn sie wollen, berichtete Hilmes.

Auch für den Ausbau in den kleineren Ortsteilen kann eine Förderung beantragt werden. Ein Änderungsantrag der CDU-Fraktion im Parlament wurde von der SPD-Mehrheit abgelehnt. Die CDU wollte in dem Vertrag zusätzlich festschreiben, dass für den Fall, dass die Glasfaser Plus die Kosten für den Ausbau der verbleibenden 660 Haushalte nicht übernehmen sollte, der Eigenanteil solidarisch von der Gemeinde Nentershausen finanziert wird. „Wir wollen nicht, dass die kleineren Ortsteile beim Ausbau benachteiligt werden. Deshalb sollte die Gemeinde im Ernstfall die Kosten übernehmen“, sagte Niklas Küch zur Begründung des CDU-Antrags. Der Ausbau müsse für die Bürger kostenlos sein.

Diese Änderung lehnte die SPD ab. „Auch wir wollen keine Bürger zurücklassen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wissen wir aber nichts über die Kosten, die auf uns zukommen könnten. Deshalb sollten wir dafür keinen Freifahrtsschein erteilen, ohne die Zahlen zu kennen“, sagte Fraktionschefin Carmen Bornschier. (René Dupont)

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