CDU-Bürgermeisterkandidat Grunwald hatte zur ersten „Bürgerrunde“ eingeladen

Schnupperrunde mit Kritik

Christian Grunwald

Rotenburg. Unterschiedliche Öffnungszeiten von Geschäften und die attraktive Gestaltung von Schaufenstern, hohe Mieten für Geschäftsräume, gemeinschaftliche Aktionen von Gewerbetreibenden während der Brückensanierung, - das alles waren Themen der ersten sogenannten Rotenburger Bürgerrunde, zu der CDU-Bürgermeisterkandidat Christian Grunwald am Donnerstag Vertreter von Gewerbetreibenden und Tourismusbetriebe eingeladen hatte. Zur Überraschung vieler Gäste war auch der Amtsinhaber, Bürgermeister Manfred Fehr, unter den Besuchern.

Grunwald plant weitere dieser Treffen, zu denen er auch Jugendliche, Senioren und Vereinsvertreter einladen will. Die Bürgerrunden, wie er sie nennt, sollen zu einer dauerhaften Institution werden und Kommunikationsplattform für gemeinsame Initiativen und konkrete Projekte sein. Als Motto hat er sich mit seinem Unterstützer-Team „Unser Rotenburg – die Mitmachstadt“ ausgedacht.

Grunwald betonte im Einladungsschreiben und in der Versammlung, dass diese Runden „abseits jeder eventuellen Parteizugehörigkeit“ für die Zukunft Rotenburgs arbeiten sollten, doch natürlich gehören zum Team des CDU-Kandidaten auch der CDU nahe stehende Männer und Frauen - siehe Artikel unten.

Brückenparty

Zu tun gibt es offenbar einiges in der Stadt, besonders mit Blick auf die anstehende Brückensanierung. Geschäftsmann Dirk Müller zum Beispiel regte Rabattaktionen des Handels und Feste wie eine Brückenparty an. Das Motto „Wir renovieren uns für Sie“ wurde genannt. Auch ein Fotowettbewerb und regelmäßig eine kostenlose Suppe für Gäste der Stadt wurden angeregt.

Wenig Fläche

Stadtverordneter Thomas Nölke, der zur Kommunalwahl für die SPD kandidiert, beklagte die unterschiedlichen Öffnungszeiten der Rotenburger Geschäfte und die fehlende nächtliche Beleuchtung. Damit wurde die Debatte grundsätzlich. Dass Geschäfte aufgrund zu hoher Mieten leer stünden, deren Grundausstattung veraltet sei und sogar sanitäre Anlagen fehlten, wurde ebenso angesprochen wie zu kleine Grundflächen.

Platz zu schaffen, indem man etwa zwei Fachwerkhäuser verbindet, stoße auf Probleme mit der Denkmalpflege, wurde kritisiert. Auf der anderen Seite steht natürlich das Problem der Kosten für Hausbesitzer, die es schon schwer hätten, ein Fachwerkhaus zu unterhalten.

Von Silke Schäfer-Marg

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