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Schrauber-Werkstatt des Mehrgenerationenhauses in Wehrda eröffnet

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Eldorado für Schrauber: Diana Stehl-Krimmel von der Kreishandwerkerschaft und Bürgermeister Timo Lübeck (rechts) wünschten Werkstattleiter Friedel Opfer (Zweiter von rechts) viel Erfolg für das Projekt. Auf dem Bild außerdem Initiator Volker Kilgus (links) sowie Kfz-Meister Ralf Haupt und sein Mechatroniker Malte König.
Eldorado für Schrauber: Diana Stehl-Krimmel von der Kreishandwerkerschaft und Bürgermeister Timo Lübeck (rechts) wünschten Werkstattleiter Friedel Opfer (Zweiter von rechts) viel Erfolg für das Projekt. Auf dem Bild außerdem Initiator Volker Kilgus (links) sowie Kfz-Meister Ralf Haupt und sein Mechatroniker Malte König. © Gemeinde Haunetal

An jugendliche Zweiradfahrer ab 14 Jahren wendet sich der neue Schrauber-Treff des Haunetaler Mehrgenerationenhauses in Wehrda.

Wehrda – Schneebedeckte Zelte und Gäste bei Kerzenschein, Zeltheizung und heißem Kaffee an der Kuchentheke. Eine fast schon weihnachtliche Atmosphäre herrschte Anfang April bei der Eröffnung der Schrauber-Werkstatt SMP (Screwdriver-Meeting-Point, englisch für Schraubendreher-Treffpunkt) Haunetal in Wehrda.

Das Projekt des Mehrgenerationenhauses, das mit Bundesmitteln finanziert wurde, wendet sich laut Mitteilung in erster Linie an jugendliche Zweiradfahrer ab 14 Jahren. Nach zwei Jahren Corona hatte der Bund ein Förderprogramm aufgelegt, um Jugendlichen sowohl soziale Kontakte ermöglichen als auch Defizite durch den teilweise eingeschränkten Schulbetrieb auszugleichen. Mit einem umfangreichen pädagogischen Konzept sowie einem Sicherheitskonzept bekam das Mehrgenerationenhaus den Zuschlag, eine professionelle Schrauber-Werkstatt für Jugendliche einzurichten.

Hilfe zur Selbsthilfe lautet das Motto des Projekts. Angeleitet von dem erfahrenen Schrauber und ehemaligen Sicherheitsbeauftragten Friedel Opfer wird den Jugendlichen die Möglichkeit geboten, an ihren Zweirädern zu werkeln, zu reparieren, zu verbessern und diese instand zu setzen. Unterstützt wird er dabei von dem Kfz-Meister Ralf Haupt (Oberhaun) und Mechatroniker Malte König, die den verkehrs- und sicherheitsrelevanten Aspekt abdecken und bei speziellen Fragen zur Verfügung stehen.

Trotz der widrigen Wetterverhältnisse begrüßte Initiator und Ideengeber Volker Kilgus zahlreiche Gäste in der Werkstatt auf der Langen Wiese – darunter Bürgermeister Timo Lübeck und Diana Stehl-Krimmel von der Kreishandwerkerschaft, die ihr Projekt „Außerschulische Berufsorientierung“ vorstellte und Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit anmeldete.

Bürgermeister Lübeck betonte, dass neben Angeboten des Mehrgenerationenhauses im Bereich Kleinkinder, Kinder, Erwachsene und Senioren mit diesem Projekt speziell eine Altersgruppe zwischen 14 und 18 Jahren angesprochen werden solle, in der die Mobilität eine zunehmende Rolle spiele. Er bedankte sich für die Unterstützung durch Kfz-Meisterbetrieb Haupt’s Garagen, der spontan einen Motorroller gestiftet hatte, und der Kreishandwerkerschaft. Außerdem lobte er die Bereitschaft und das Engagement von Beate und Friedel Opfer, die auf ihrem Anwesen die Werkstatt binnen kurzer Zeit professionell hergerichtet hatten.

Höhepunkt des Kuchenbuffets war eine Torte mit Motorrad, Werkzeug und Werkzeugkoffer, die von einer ukrainischen Flüchtlingsfamilie, die in Wehrda Zuflucht gefunden hat, gebacken wurde. (red/jce)

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