Schreckschuss-Show-Theater bringt Lüdertalhalle mit fantastischer 60er-Jahre-Show zum Beben

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Lippen-Spektakel: Einfach nur toll, was die achtköpfige Schreckschuss-Show-Theater-Truppe bot: Hier setzen Ecki Kisch (von links), Bernd Otto und Michael Jelinek gerade um, was Gus Backus auf die Formel brachte „Rote Lippen soll man küssen!“

Lüdersdorf. Samstagabend, eine halbe Stunde vor Mitternacht. Die Lüdertalhalle ist bis auf den letzten Platz besetzt, das Publikum ist aus dem Häuschen.

Heinz Erhardt tanzt auf der Bühne mit den um keinen Act verlegenen Musikern und Sängern des Schreckschuss-Show-Theaters zum Rolling-Stones-Evergreen „I Can’t Get no Satisfaction“.

Keiner kann genug kriegen, alle klatschen, was das Zeug hält, fordern eine Zugabe nach der anderen. Dabei läuft die „60er-Show“ schon seit über drei Stunden. Aber die fünf Männer und zwei Frauen aus Malsfeld und Umgebung und der immer wieder als Heinz-Erhardt-Imitator auftauchende Gerhard Teuber beflügeln die Erinnerungen an die Schlager von einst, über die sich auch die Jungen freuen: „Rolling on the River“, Bill Ramseys „Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe“, Gittes „Ich will ’nen Cowboy als Mann“ und Gus Backus’ „Rote Lippen soll man küssen“.

Fast alle Titel werden auch dargestellt, sodass die Begeisterung riesig ist, als der kleine Heintje (Michael Jelinek) sein helles „Mama, du sollst doch nicht um deinen Jungen weinen“ singt und die davon halbwegs Aufgelöste (Bernd Otto) gar nicht anders kann, als aus ihrer Kittelschürze ein großes, weißes Taschentuch herauszuholen.

Das Publikum darf Titel auf der Jukebox „drücken“ und zurückdenken an das, was sich in den 60ern in der Welt getan hat. In der hatten Simon and Garfunkel und „Mrs. Robinson“ ihren Platz, aber auch Manuela sowie Siw Malmquist mit ihrem Strophe für Strophe mitgesungenen Schlagerfestival-Hit „Liebeskummer lohnt sich nicht“.

Und Heinz Erhardt mit seinem Sonnen- und Regenlieder-Sketch, bei dem er so herrlich nass wird. Natürlich sind John, Paul, George und Ringo mit von der Partie. „Die Beatles in Lüdersdorf, und ihr seid dabei!“, schreit der bis in die Mundwinkel glänzend imitierende und witzig moderierende 60-Jährige den knapp 200 zu: „A Hard Day’s Night“ - in der auch Frank Sinatra, die Beach Boys, Ralf Bendix mit seinem „Babysitter-Boogie“ und Conny mit „Zwei kleine Italiener“ nicht fehlen dürfen. Und der Bravo-Starschnitt, ein Quiz mit Fernsehserien-Kennmelodien sowie unvergängliche Werbebotschaften: „Nogger dir einen!“

Thorsten Jelinek überzeugt als Louis Armstrong und Elvis Presley, der sein „Falling in Love“ so überzeugend schmachtet, dass das Ganze nur noch von unvermuteten Liebeserklärungen von Rex Gildo und Gitte, die sich sogar „auszieht“, getoppt werden kann.

„Il Silenzio“ von Nini Rosso läutet den Abschied von einem wunderbaren Abend ein, den die Lüdersdorfer der privaten Initiative von Sandra Brehm samt Team zu verdanken haben.

Schreckschuss-Show-Theater bringt Lüdertalhalle zum Beben

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