Batterien wogen 2,5 Tonnen 

Kontrolle von Abfalltransporten: Schrott-Lastwagen war völlig überladen

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Polizei zieht völlig überladenen Schrott-Lkw aus dem Verkehr, der überdies ungesicherte Batterien transportierte.

Ein niederländischer Schrottsammler ist bei einer Verkehrskontrolle in Kirchheim aus dem Verkehr gezogen worden. Er war mit gefährlichen Abfällen völlig überladen. 

Dabei wurde die Polizei von Mitarbeitern des Regierungspräsidiums Kassel, Dezernat Abfallwirtschaft, unterstützt. Das teilt das Polizeipräsidium Osthessen mit. 

Den interessantesten Fall stellte ein niederländischer Schrottsammler dar, der auf der Bundesstraße 454, Ortslage Kirchheim, angetroffen wurde. Nicht nur, dass er nicht in Besitz der erforderlichen Genehmigungen war, er transportierte auf seinem Lkw über 120 Altbatterien. 

Diese waren ohne jegliche Sicherung in Gitterboxen übereinandergestapelt oder lagen lose auf der Ladefläche, versteckt unter Kabeln. Bei vielen Batterien trat bereits die Batteriesäure aus. 

Der Lkw wurde daraufhin zu einem zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb nach Bad Hersfeld begleitet. Dort musste er alle Batterien entladen. Hierbei wurde festgestellt, dass neben dem unerlaubten Umgang mit gefährlichen Abfällen auch weitere Verstöße vorlagen. So war der Lkw auch noch um 24 Prozent überladen. Allein das Gesamtgewicht der Batterien, die der Niederländer illegal gesammelt hatte, betrug 2,5 Tonnen. Die Staatsanwaltschaft Fulda ordnete eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1000 Euro an, die der Fahrer sofort vor Ort bar bezahlte.

Gefahrgutfass lief aus

Darüber hinaus hatten die Kontrolleure mit fehlenden Erlaubnissen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und Verstößen bei der Ladungssicherung zu tun. So hatte zum Beispiel ein Abfalltransport mit Gefahrgut den Verschluss eines Fasses nicht ordnungsgemäß verschlossen, sodass bereits ein kleiner Teil der Lösung ausgetreten war. 

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