Kreistag soll Kaufoption erneut verlängern

Schwaltenweiher könnte Flüchtlingsunterkunft werden

Soll jungen Flüchtlingen ein Heim bieten: die Erholungsstätte Schwaltenweiher im Ostallgäu, die noch dem Kreis Hersfeld-Rotenburg gehört. Archivfoto: nh

Hersfeld-Rotenburg. Der Verkauf der Erholungsstätte Schwaltenweiher im Allgäu, die noch dem Kreis Hersfeld-Rotenburg gehört, zieht sich seit über drei Jahren hin. Nun hat die designierte Käuferin ein neues Konzept vorgelegt.

Die Freizeiteinrichtung im Ostallgäu soll Unterkunft für junge Flüchtlinge werden.  Von einem Integrations- und Therapiezentrum für unbegleitete minderjährige Ausländer ist die Rede, also für junge Flüchtlinge, die ohne Eltern oder andere erwachsene Begleiter ins Land gekommen sind. Dieses Konzept hat die potenzielle Käuferin im Oktober der Landrätin des Landkreises Ostallgäu vorgestellt. Die Prüfung zieht sich aber noch hin.

Weil diese Pläne aber noch immer nicht in trockenen Tüchern sind, soll der Kreistag die Optionsfrist für den Verkauf von Schwaltenweiher verlängern, die Ende des Jahres ausläuft. Das ist nicht das erste Mal, denn der Verkauf der beiden Gebäude mit 99 Betten zum Preis von 2,5 Millionen Euro sollte ursprünglich bis 15. September 2012 abgewickelt werden. Doch das Vorhaben hat sich immer wieder verzögert.

Seitdem zahlt die potenzielle Käuferin ein Optionsgeld von 128 000 Euro pro Jahr, die der Kreis behalten kann, wenn der Verkauf der seit Mitte 2011 leer stehenden Immobilie doch noch scheitert.

Die Verlängerung der Option bis Ende 2016 steht am heutigen Montag auf der Tagesordnung des Kreistages. Eine Zustimmung gilt als sicher, nachdem der Beschlussvorschlag in den Ausschüssen einstimmig angenommen wurde.

Das ursprüngliche Vorhaben der Käuferin, Schwaltenweiher als Einrichtung des Gesundheitswesens zu nutzen, ist insbesondere aus Gründen des Naturschutzes gescheitert. Deshalb war man nun auf der Suche nach einer Nutzung, die ohne größere Umbauten im Bestand der Einrichtung verwirklicht werden kann. Derzeit befinden sich nach Medienberichten rund 60 000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland. (mcj)

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