Vier Verletzte am Pommer

Unfall auf A7: Fahrer war betrunken und wurde per Haftbefehl gesucht

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Beide Wagen blieben auf dem Dach liegen.

Neuenstein. Vier Verletzte gab es bei einem Unfall am Samstagabend auf der A7. Ein Fahrer war betrunken und wurde per Haftbefehl gesucht - nicht seine einzigen Vergehen.

Der 22-jährige Fahrer eines mit drei Personen besetzten Golf befuhr nach Zeugenangaben gegen 20 Uhr langsam den linken von drei Fahrstreifen der A7 in Fahrtrichtung Süd in der Gemarkung Neuenstein.

Durch die auffällig langsame Fahrweise staute sich bereits hinter dem Golf der Verkehr zwischen dem Parkplatz Pommer und der Abfahrt Bad-Hersfeld-West. Als auflaufende Fahrzeuge mit dem Golf auf gleicher Höhe waren, gab der Fahrer des Golf Gas, fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit bei erlaubten 100 km/h und kam plötzlich nach rechts von der Fahrbahn ab, teilte die Polizei mit.

Der Golf prallte gegen die rechte Schutzplanke und von dort auf den BMW eines jungen Pärchens. Beide Fahrzeuge überschlugen sich mehrfach und blieben etwa 100 Meter voneinander entfernt auf dem Dach liegen.

Bei dem Unfall wurde die Beifahrerin aus dem BMW schwer verletzt und laut Polizei in ein Krankenhaus nach Rotenburg gebracht. Der Fahrer des BMW blieb unverletzt.

Alle drei Insassen des Golfs wurden leicht verletzt und später ambulant im Krankenhaus behandelt. Nach der Entlassung wurde der 22-jährige Golf-Fahrer festgenommen, da sich bei der Unfallaufnahme herausgestellt hatte, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Außerdem stand er laut Polizei wohl unter Alkoholeinfluss, was ein Bluttest beweisen soll.

Golf weder zugelassen noch versichert

Weitere Ermittlungen vor Ort ergaben zusätzlich, das der Golf weder zugelassen, noch versichert war. Der Fahrer war nicht einmal im Besitz eines Führerscheines. Bei den Insassen des Golfs wurde eine Blutprobenentnahme angeordnet.

Die Feuerwehr aus Bad Hersfeld wurde mit 30 Einsatzkräften zur Unfallstelle alarmiert, da zuerst davon auszugehen war, das Personen im Fahrzeug eingeklemmt waren. Dieses bestätigte sich jedoch nicht. Von der Feuerwehr wurden auslaufende Betriebsstoffen gebunden und die Fahrzeuge zur schnelleren Freigabe der Fahrspuren wieder auf die Räder gestellt.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die A7 in Fahrtrichtung Süden zwei Stunden voll gesperrt werden, es bildete ein Stau von mehreren Kilometern Länge.

An beiden Fahrzeugen entstand ein Totalschaden von etwa 5000 Euro, so die Polizei.

Mit TVnews-Hessen, Yuliya Krannich

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