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„Schwierige Prognosen“: Ludwigsaus Bürgermeister Hagemann legt Haushaltsentwurf vor

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Haushaltseinbringung: Bürgermeister Wilfried Hagemann (rechts) und Patrick Kuhn, Vorsitzender der Gemeindevertretung von Ludwigsau.
Haushaltseinbringung: Bürgermeister Wilfried Hagemann (rechts) und Patrick Kuhn, Vorsitzender der Gemeindevertretung von Ludwigsau. © Struthoff

Bürgermeister Wilfried Hagemann hat bei der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend den Haushaltsentwurf für die Gemeinde Ludwigsau für das Jahr 2023 vorgelegt.

Ludwigsau – Er betonte in seiner Haushaltsrede die Unwägbarkeiten durch den Ukraine-Krieg, die Energiekostensteigerungen, die Inflation, mögliche Tarifsteigerungen und die wahrscheinliche Anhebung der Kreis- und Schulumlage. All das mache Prognosen schwierig.

In dem Zahlenwerk stehen im Ergebnishaushalt Erträge von rund 13,2 Millionen Euro Aufwendungen von rund 13,3 Millionen Euro gegenüber. Durch die Änderung einiger Ansätze einiger Kostenstellen erzielt die Gemeinde im Ergebnisbereich trotzdem ein positives Jahresergebnis von 128 794 Euro.

Im Finanzhaushalt stehen Auszahlungen von rund 3,5 Millionen für Investitionen Einzahlungen in Höhe von 2,2 Millionen Euro gegenüber. Hier muss die Gemeinde „Geld aus der Spardose“, also aus den Rücklagen beisteuern. „Grundsätzlich setzen wir auch im begonnenen Jahr auf solide Finanzen. Trotz der allgemein angespannten Lage ist es gelungen, einen tragfähigen Haushaltsentwurf vorzulegen“, sagte der Bürgermeister vorm Gemeindeparlament.

Trotzdem bereiten vor allem die steigenden Energiekosten der Gemeinde Sorgen. Man habe deshalb eine Erhöhung von 50 Prozent in den Haushaltsentwurf eingerechnet. Als weitere Herausforderungen nannte Hagemann die anstehenden Investitionen in den Klimaschutz, etwa beim Hochwasserschutz, tragfähige, der Wasserversorgungsinfrastruktur, den Ausbau erneuerbarer Energien, die Digitalisierung und den Breitbandausbau, den kommunalen Wohnungsbau, den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, die Schulträgerschaft und den Fachkräftemangel in verschiedenen Bereichen der öffentlichen Verwaltung.

Trotzdem will die Gemeinde weiter investieren. Unter anderem werden die Projekte der Dorferneuerung in mehreren Ortsteilen abgeschlossen und der Ausbau des Radwegs R 12 vorangetrieben. (wir berichteten). Außerdem werde weiter in die Freiwillige Feuerwehr investiert, so etwa in die Beladungsergänzung des Tragkraftspritzen-Fahrzeugs der Wehr in Tann, die Fahrzeugneubeschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wasser (TSF-W) für die Wehr in Rohrbach. Auch die Installation von Fotovoltaik-Anlagen auf kommunalen Gebäuden soll weitergehen.

In Ludwigsau wird der Haushaltsentwurf traditionell gemeinsam mit der Mehrheitsfraktion der SPD erarbeitet. Dabei fließen auch immer Anregungen und Wünsche aus der Bürgerschaft ein. Hagemann lobte deshalb ausdrücklich die „konstruktiven Gespräche, zunächst in kleinerem Kreis und abschließend in großer Runde“ als „Grundlage für den parlamentarischen Willensbildungsprozess“ und dankte namentlich dem Ersten Beigeordneten Markus Sauerwein und den SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank Sandrock und Max Braun. Anschließend überreichte Hagemann das Zahlenwerk an den Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Patrick Kuhn, zur weiteren Beratung. kai

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