Die 700-Jahr-Feier war ein voller Erfolg und hat die Hönebacher zusammengeschweißt

Der Schwung soll bleiben

Auf der Festmeile am Sonntag ließen die Hönebacher ihre Geschichte wieder lebendig werden: Unser Foto zeigt Änne und Georg Maus vor dem ehemaligen Schuhgeschäft mit Schusterwerkstatt des Ortes. Sein Bruder führte den Laden mit seiner Frau bis 1998. Dann fehlte die Nachfolge. Foto: Alexandra Koch

Hönebach. Wer in diesen Tagen Hönebachern begegnet, die das Festwochende zum 700-jährigen Bestehen des Dorfes mitorganisiert haben, schaut in strahlende Gesichter. Sie leuchten noch immer vor Freude darüber, dass alles so gut über die Bühne gegangen ist.

„Ein einmaliges Fest“, „bombastisch“ so oder so ähnlich seien die Reaktionen vieler Besucher gewesen, auch vieler Auswärtiger, berichtet Christina Wolf vom Vorstand des Vereins 700 Jahre Hönebach, der das Jubiläumsfest organisiert hat. Wolf war federführend zuständig für die Organisation der Festmeile am vergangenen Sonntag.

„Mich haben noch nie so viele Hönebacher umarmt“, erzählt Wolf. „Wir haben aus der Festmeile bewusst kommerzielle Aussteller herausgehalten. Wir wollten nur die gute alte Zeit zeigen.“ Das habe zur besonderen Atmosphäre des stehenden Festzugs beigetragen, der auf den Ortskern mit seinen Fachwerkhäusern und kuscheligen kleinen Höfen begrenzt worden war.

Und die monatelange liebevolle Vorbereitung hat sich gelohnt: Die Straßen in Hönebach waren am Sonntag brechend voll.

Schon am Freitag wurden die Erwartungen der Hönebacher übertroffen. 400 Plätze waren bereitgestellt und reichten nicht aus – so viele wollten unter anderem das Theaterstück „Wilde Sau“ sehen. Auch der Gottesdienst und das Ehemaligentreffen wurden gut angenommen. Am Samstagabend zu den Wilderern kamen 550 Besucher ins Festzelt – viel mehr als erwartet. Die Partyband spielte bis nachts um Drei – eine Stunde länger als geplant, weil die Stimmung so gut war.

Zur Festmeile kamen 4500 Besucher. Die tropischen Temperaturen schreckten offenbar keinen ab. Zeitweise gingen die Bratwürstchen aus – zu groß war der Andrang. Am Montagabend klang das Fest ruhig aus. Dann war Aufräumen angesagt.

500 Helferdienste

Bei dem Fest halfen nicht nur die 130 Mitglieder des Vereins mit, sondern viele andere. 500 Helferdienste mussten eingeteilt werden – vom Kuchenbacken bis zur Nachtwache im Zelt. „Fast jeder Haushalt hat etwas beigetragen“, berichtet Wolf. „Dieses Fest hat die Dorfgemeinschaft weiter zusammengeschweißt.“ Viele Hönebacher hatten im Vorfeld auch ihre Häuser und Gärten schön gestaltet.

Die Organisatoren hoffen, dass etwas bleibt von diesem Schwung und dieser Gemeinschaft: bei der Pflege der Grundstücke und des Ortes und bei der Organisation von Veranstaltungen.

Kneipe wiedereröffnet

Was aus dem Verein wird, ist noch unklar. Die Chronikgruppe will auf jeden Fall weiterarbeiten. Was bleibt, ist auch der historische Rundweg mit Informationstafeln an vielen Häusern. Und vielleicht treffen sich die Hönebacher auch wieder ab und an in der alten Kneipe, die für das Fest wiedereröffnet worden war.

Von René Dupont

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