Musiker füllten an gleich drei Abenden das Kloster Cornberg

Sehnsucht und Lichtspiele beim Konzert im Kerzenschein

Schöner Schein sorgt für Stimmung: Romantik pur gab es am Wochenende im Kloster Cornberg bei den Konzerten von Sängerin Nicole Schilling, Sänger Gerrit Fiedler, Keyboard-Spieler und Sänger Matthias Weber und – erstmals mit auf der Bühne – Gitarrist Jonas Altnöder, der den ausgeschiedenen Uli Sust ersetzt. Foto: Achim Meyer

Cornberg. Jeder Besucher eines Volle-Kanne-Kerzenschein-Konzerts weiß, worauf er sich einlässt, schließlich ist der Name Programm: Romantik bestimmt die Stimmung der Konzerte der vierköpfigen Gruppe im Cornberger Kloster - so auch an gleich drei Abenden des vergangenen Wochenendes.

Scheinwerfer zaubern magische Lichtspiele auf die Wände, ein Meer aus Kerzen wogt, glitzernde Seifenblasen regnen von oben herab. Neben Sängerin Nicole Schilling, Sänger Gerrit Fiedler, Keyboard-Spieler und Sänger Matthias Weber sitzt erstmals Jonas Altnöder mit auf der Bühne, ersetzt den ausgeschiedenen Uli Sust, spielt Gitarre und fügt sich perfekt in die Kerzenschein-Welt ein.

Sehnsuchtsvoll sind die gecoverten Lieder aus dem Repertoire, viele davon in deutscher Sprache. Mit Andreas Gabaliers Lied für seinen verstorbenen Vater rühren die vier Musiker zu Tränen, Lieder von Udo Lindenberg oder Silbermond schwärmen von der Liebe und vom Leben, der Song-Contest-Hit „Calm after the storm“ bringt Schwung ins Kloster.

Zwischen den Liedern greifen Schilling und Fiedler die Themen der Stücke auf und machen ihren Zuhörern Mut: Sei du selbst, folge deinem Herzen, nimm dich an, dann kannst du auch andere annehmen.

Lehrstunden in Lebensführung

Manchmal wirken die Wortbeiträge wie Lehrstunden in gesunder Lebensführung, aber sie können auch verstanden werden als wichtige Erkenntnisse, die die Musiker für ihr eigenes Leben gewonnen haben. Die Zuhörer spüren, dass hier jemand etwas von sich preisgibt. Und das ist, zusammen mit Kerzenschein-Garantie, schönen Stimmen und gut gemachter Musik zum Träumen, sicher ein Grund dafür, dass das Publikum den Musikern die Konzertkarten aus den Händen reißt.

Sie hätten das Kloster locker noch weitere Male füllen können, wollen sie aber gar nicht: Für „Volle Kanne Kerzenschein“ ist ein Wochenende im Jahr reserviert, und das nächste Jahr kommt bestimmt.

Von Achim Meyer

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