Sein Herz schlägt fürs Theater

Hessischer Verdienstorden für Statist Hans Jürgen Dietz

Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber (rechts) überreicht den Hessischen Verdienstorden am Bande an Hans Jürgen Dietz.
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Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber (rechts) überreicht den Hessischen Verdienstorden am Bande an Hans Jürgen Dietz.

Eine besondere Auszeichnung erhielt am Sonntag während der Feierstunde zur Verleihung der Hersfeldpreise Hans Jürgen Dietz. Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber überreichte ihm den Hessischen Verdienstorden am Bande.

Bad Hersfeld - Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber überreichte ihm den Hessischen Verdienstorden am Bande. Als 1951 zum ersten Mal Festspiele in der Stiftsruine in Hersfeld stattfanden, war Hans Jürgen Dietz als Zehnjähriger schon dabei – als Fackelträger. Seither hat er keine Festspielsaison ausgelassen, stand bei mindestens einem, oft sogar zwei Stücken als Statist und Kleindarsteller auf der Bühne. Auch dieses Jahr wirkt er als Lehrer im „Club der toten Dichter“ mit. 70 Jahre auf der Theaterbühne – das lobt Klüber als einmaliges Engagement.

Doch Dietz ging nicht nur seiner eigenen Theaterleidenschaft nach. Ihm war das kulturelle Leben in Bad Hersfeld generell ein Anliegen. Seit 1958 ist er aktiv im Chorverein und seit vielen Jahren dessen Vorsitzender. Er engagierte sich dafür, dass der Chorverein zum Festspielchor wurde und jahrelang den Großteil der Statisterie stellte – und natürlich war es auch Dietz, der diese Einsätze koordinierte.

Auch in der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine engagierte Dietz sich und war viele Jahre dort Schatzmeister. Zudem ist er seit Jahren Mitglied in der Festspielkommission der Stadt.

Diese und weitere Verdienste nannte Klüber, bevor er ihm den Orden überreichte. Lob und Anerkennung gab es auch von Bürgermeister Thomas Fehling und Bürgermeister Thomas Rohrbach aus Niederaula, in dessen Gemeindegebiet Dietz mit seiner Frau Hannelore lebt. Das Publikum in der Stiftsruine erhob sich und applaudierte Dietz im Stehen.

Das besondere Verhältnis der Bad Hersfelder zu ihren Festspielen, das in einem Engagement wie dem von Hans Jürgen Dietz deutlich wird, hob auch Intendant Joern Hinkel hervor.

Die Hersfelder seien widerborstig, hitzköpfig, diskutierfreudig, beharrend auf dem, wie es schon immer war, und meckerten gerne, aber sie stünden hinter ihren Festspielen und hätten beschlossen, dieses Jahr trotz Pandemie mit den Vorbereitungen zu beginnen, als noch lange nicht klar gewesen sei, dass auch gespielt werden könne, und damit auch das finanzielle Risiko zu tragen.

„Wir haben das Gefühl, hier wahnsinnig willkommen zu sein“, bestätigte Götz Schubert, nachdem er den Großen Hersfeldpreis bekommen hatte.

Von Christine Zacharias

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