Musiker präsentierte sich bei Konzert im Landhaus Licherode als versierter Liedermacher

Shiregreen auf gut Deutsch

Liedermacher: Auch auf Deutsch funktioniert die Musik von Shiregreen sehr gut, bewies der Musiker beim Konzert in Licherode.

Licherode. Shiregreen alias Klaus Adamaschek begeisterte sein Publikum im Landhaus Licherode am Samstag mit einer Mischung aus englischen/amerikanischen und deutschen Liedern, die er zum ersten Mal öffentlich spielte und mit denen er an die Anfänge als Liedermacher in den 70er-Jahren anknüpfte.

In seinem ersten Lied „Es ist an der Zeit“ beschreibt der 57 Jahre alte Lehrer die Stimmung im November bei Regen. Besonders beeindruckend waren die Songs „Die Erinnerung ist ein ziemlich sturer Hund“ und die Geschichte „Der Junge, der nicht sterben wollte“. Hier erzählt er das bedrückende Schicksal eines neunjährigen Kindersoldaten im Sudan, der nach Australien geflüchtet ist. Das Thema sei nicht so fern wie es aussehe, denn wenn die Alheimer Kaserne für Flüchtlinge geöffnet werde, stehe es vor der Haustür.

Mal Folk, mal Country

Mal nachdenklich, mal witzig, mal einfühlsam präsentierte der gebürtige Gelsenkirchener Kindheitserinnerungen, aktuelle Befindlichkeiten und Ansichten zum Weltgeschehen, mal in Folk, mal in Country, mal in Blues, sprachlich ausgereift, ohne kopflastig zu sein. Adamaschek verknüpfte in den zwei Teilen seines Auftritts immer wieder neue deutsche Lieder mit schon bekannten englisch- sprachigen Songs aus seinen sieben CDs. Als Zugabe präsentierte er vertonte Weihnachtsgedichte aus dem Internet und erhielt am Ende des Konzertes lang anhaltenden Beifall.

Gastgeber und Veranstalter Harald Kühn vom Landhaus Licherode hatte für eine stimmungsvolle Atmosphäre gesorgt. Dem Publikum hat die Veranstaltung gefallen. Ein Paar, das ein Internetradio in Mönchengladbach mit dem Namen Rainbow-Stream betreibt, war extra angereist, um die neuen Songs live zu erleben. Walter Koch aus Morschen kommentierte: „Die deutschen Lieder müssen den Vergleich mit den englischen kein bisschen scheuen“. Auf CD gibt es sie noch nicht, nur im Internet stellt sie der Künstler auf www.myownmusic.de zur Diskussion. Shiregreen dazu: „Vielleicht wird das nächste Album, das wir Ostern 2015 einspielen wollen, ja sogar ein Doppelalbum mit einer englischen und einer deutschen Seite“.

Wer nicht so lange warten will, kann Shiregreen schon am nächsten Samstag, 29. November,) ab 19.30 Uhr beim Konzert auf Hof Guttels bei Rotenburg hören, bei dem Paul Adamaschek (Bass, Percussion, Gesang) die Begleitung übernimmt. Der Eintritt kostet zehn Euro.

Informationen und Reservierungen über Telefon 06623/914 7071 oder im Internet über www. guttels.de

Von Hannelore Braun

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