Show der Turngemeinde und der Feuerwehr: Zurück in die 50er Jahre

Großes Finale: Jasmin, Nele und Heike Lingelbach (von links) sowie Sabine Schran konnten es kaum erwarten, mit dem ganzen Festzelt das Lispenhäuser Kirmeslied zu singen. Fotos: Apel

Lispenhausen. Mit einer Fünfziger-Jahre-Show begeisterten die Aktiven des von Turngemeinde und Feuerwehr veranstalteten Heimatabends, mit dem die Lispenhäuser Kirmes eröffnet wurde.

Schlag auf Schlag ging es zurück in die „goldene Zeit“, moderiert von den in Papp-Fernsehern sitzenden Hirsch-TV-Ansagern Jutta Möller und Thomas Mühlhausen, unterbrochen von der einen oder Störung und immer wieder bestückt mit Werbung. „Hirsch-TV“ zog alle Register und nahm das Festzelt schon gleich zu Beginn seiner Show mit zur „Lispenhäuser Modewoche“: Petticoats mit Rüschen und Spitzen, dezent-elegante Hüte, beim Großversandhaus bestellte Kittel, nach dem Motto „Selbst ist die Frau - auch als Modeschöpferin“ mit Hand und Maschine gestrickte Oberteile, topmodische, rot-weiß-gepunktete Badeanzüge - es fehlte an nichts. Die mit Schmalzlocken daherkommenden Herren hatten Jeans und Bundfaltenhosen entdeckt und bewunderten die zur ersten „Miss Germany“ gewählte, mit Idealmaßen ausgestattete Susanne Erichsen (Stephanie Spangenberg).

Die Jungen und Mädchen der Haselbach-Schule begaben sich ins „Traumland“ der Deutschen („Komm ein bisschen mit nach Italien!“) und verzauberten mit wunderschönen Kostümen. Sogar an die venezianischen Gondolieri hatten sie gedacht. Die Mädchen der Turngemeinde ernteten Riesenapplaus für ihre Hula-Hoop-Reifen-Vorführung, und Ralf Degenhardt, Wilma Mackel sowie Yannik Weinert überzeugten mit dem Sketch „Der keusche Josef oder der Heftling“.

Ein Genuss war ein ums andere Mal die „eingeblendete“ Werbung: der Coca Cola trinkende Weihnachtsmann, die mit „Nur die!“ bestrumpften Damen, die von Pfanni Knödeln überzeugten Köchinnen, der seine Verstopfung mit Darmol bekämpfende Patient, die Underberg-Trinker, die mit Waxa wienernden und mit Persil waschenden Hausfrauen - einfach nur amüsant.

Heimatabend der Lispenhäuser Kirmes

Ähnlich war es bei der „Leistungsschau“ des Lispenhäuser Gewerbes, das vor 60 Jahren mit einer unglaublichen Bandbreite auftrumpfen konnte, und zu dem natürlich auch der Tanzsaal Aschenbrenner gehörte, in dem all die herrlichen Tänze getanzt wurden, die beim Heimatabend von der Tanzgruppe „Green Country“ und vielen weiteren Tanzbegeisterten aufs „Parkett“ gelegt wurden.

Elvis Presley hätte seine Freude gehabt und mit Inbrunst beim von allen Festrednern beschworenen, beim großen Finale von allen gemeinsam intonierten Kirmeslied der „Hirsche“ mitgesungen: „Unsre Sehnsucht erst vergeht, wenn die Kirmesfahne weht!“

Von Wilfried Apel

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