An jüdisches Leben erinnern

Geschichte hautnah: Vitrine an Bad Hersfelder Stadtmauer eingeweiht

Erinnern an jüdisches Leben in Bad Hersfeld: Johanna Manns (links neben der Vitrine) und ihre Kollegin Sigrid Wetterau vom Regionalmanagement enthüllten die neue Vitrine im Beisein einiger Gäste.
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Erinnern an jüdisches Leben in Bad Hersfeld: Johanna Manns (links neben der Vitrine) und ihre Kollegin Sigrid Wetterau vom Regionalmanagement enthüllten die neue Vitrine im Beisein einiger Gäste.

Am Puls jüdischen Lebens in Bad Hersfeld ist gestern eine Vitrine eingeweiht worden. Sie befindet sich nahe der Gedenktafel für Holocaust-Opfer und der einstigen Synagoge.

Bad Hersfeld - Die neue Vitrine befindet sich an der Bad Hersfelder Stadtmauer, neben der Gedenktafel für Hersfelder Holocaust-Opfer und gegenüber der einstigen Synagoge, die in der Reichspogromnacht 1938 zerstört wurde. Mit Inhalten wurde die Vitrine vom jüdischen Museum bestückt. Auf etwa zwei Drittel der Fläche soll über jüdisches Leben in Bad Hersfeld informiert werden, den Rest der Vitrine sollen aktuelle Informationen und Geschichten aus der jüdischen Gemeinde füllen, erläutert Dr. Heinrich Nuhn vom Jüdischen Museum. In seiner kurzen Ansprache ordnet Erster Stadtrat Gunter Grimm die Einweihung der Vitrine in die deutschlandweite Veranstaltungsreihe „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ ein.

„Die Vitrine soll Einblicke bieten, in das, was hier stattgefunden hat, aber auch zum Nachdenken anregen“, bringt Landrat Torsten Warnecke es auf den Punkt. Die Kosten für die Vitrine – rund 4300 Euro – wurden zu 80 Prozent aus einem Fördertopf des Leader-Regionalforums übernommen. Bei der Übergabe der Vitrine waren Johanna Manns und Sigrid Wetterau als Vertreterinnen des Regionalmanagements vor Ort. (Laura Hellwig)

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