Soldaten halfen in Alten- und Pflegeheimen

Soldaten beenden Corona-Einsatz in Hersfeld-Rotenburg

Um die Alten- und Pflegeheime bei den Corona-Schnelltests zu entlasten, hat die Bundeswehr 24 Soldaten in den Landkreis Hersfeld-Rotenburg geschickt.  Andreas Fuhrmann, Zugführer des Hilfeleistungskontingents, testet auf unserem Foto Romina Bowien in der K & S-Seniorenresidenz in Bad Hersfeld.
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Um die Alten- und Pflegeheime bei den Corona-Schnelltests zu entlasten, hat die Bundeswehr 24 Soldaten in den Landkreis Hersfeld-Rotenburg geschickt. Andreas Fuhrmann, Zugführer des Hilfeleistungskontingents, testet auf unserem Foto Romina Bowien in der K & S-Seniorenresidenz in Bad Hersfeld.

Die Bundeswehr hat ihren Corona-Hilfseinsatz in den Alten- und Pflegeeinrichtungen des Kreises Hersfeld-Rotenburg beendet. Landrat Dr. Michael Koch dankte den Soldaten.

Hersfeld-Rotenburg – Seit einigen Tagen ist der Einsatz der Bundeswehr in den Alten- und Pflegeeinrichtungen des Landkreises Hersfeld-Rotenburg nun offiziell beendet. Bis Anfang Juni waren zeitweise bis zu 24 Einsatzkräfte dort im Dienst, um die Einrichtungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu unterstützen.

Vor Ort haben die Soldatinnen und Soldaten schichtweise Corona-Schnelltests bei den Mitarbeitenden der Einrichtungen sowie bei deren Besuchern vorgenommen. Der Schutz der Alten- und Pflegeheime stand von Beginn der Pandemie an im Fokus der Corona-Maßnahmen.

Bei der öffentlichen Verabschiedung ist die Stimmung gelöst: alle Einsatzkräfte der Bundeswehr, die seit Mitte Februar im Landkreis im Einsatz gewesen sind, haben sich hierzu in der weitläufigen Gartenanlage des Kreisaltenheims in Niederaula eingefunden. Landrat Dr. Michael Koch nutzt die Gelegenheit, um sich vor versammelter Mannschaft ausführlich für den geleisteten Dienst zu bedanken: „Durch Ihr Wirken in unserem Landkreis haben Sie die Alten- und Pflegeeinrichtungen immens entlastet – in einer Zeit, in der wir als Gesellschaft vor nie dagewesenen Herausforderungen gestanden haben.“ Die Arbeit der Bundeswehr und der persönliche Einsatz der Soldaten seien für den Landkreis unverzichtbar gewesen, betonte Koch.

Das Zusammentreffen in Niederaula ist dabei kein Zufall: Als im März und April 2020 die erste Corona-Welle durch den Landkreis schwappte, war vor allem das Kreisaltenheim in Niederaula stark betroffen, stand aufgrund zahlreicher Infektionen wochenlang unter Quarantäne.

Heimleiterin Bettina Wolf und ihr Team blicken heute mit gemischten Gefühlen auf das Erlebte zurück: „Nur durch einen unglaublich starken Zusammenhalt in der Belegschaft und die großartige Unterstützung von außen – durch den Landkreis, ansässige Mediziner und das Klinikum Bad Hersfeld – haben wir die Situation damals unter Kontrolle bekommen“, sagt Wolf. Man sei sehr froh, dass mittlerweile wieder eine gewisse Normalität eingekehrt sei. „Die Unterstützung der Bundeswehr hat uns in den vergangenen Monaten wirklich geholfen“, sagt die Heimleiterin.

Hauptmann Falk Richter, stellvertretender Leiter des Kreisverbindungkommandos Hersfeld-Rotenburg der Bundeswehr, beurteilt den Einsatz ebenfalls positiv: „Für uns ist es selbstverständlich gewesen, einen Teil im Kampf gegen die Pandemie beizutragen.“ Der Einsatz im Landkreis werde ihm in guter Erinnerung bleiben. Man sei in den Einrichtungen nicht nur sehr herzlich und mit großem Interesse aufgenommen worden – auch die Zusammenarbeit mit der Behörde habe reibungslos funktioniert. Der ursprünglich für drei Wochen angesetzte Einsatz der Bundeswehr war mehrfach verlängert und Anfang Juni nun offiziell beendet worden. (red/pgo)

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