Sorgentelefon für seelisch belastete Kinder

Gemeinde Ronshausen bietet psychisch und sozial gebeutelten Jugendlichen Hilfe an

Bürgermeister Markus Becker und Sozialpädagogin Diana Voigt-Hohoff halten die Nummer des Sorgentelefons symbolisch auf ihren Handys in die Kamera. Die Nummer ist für Kinder und Jugendliche mit sozialen Sorgen und psychischen Problemen eingerichtet worden.
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Im SoS-Büro für Jugend- Familien- und Sozialberatung freuen sich auf unserem Bild Bürgermeister Markus Becker und Sozialpädagogin Diana Voigt-Hohoff darüber, dass die Jugendarbeit in der Gemeinde endlich wieder beginnt. Für Kinder und Jugendliche mit sozialen Sorgen und psychischen Problemen gibt es nun auch ein Sorgentelefon.

Mit den Lockerungen nach den langen Corona-Beschränkungen soll auch bei der Ronshäuser Jugendarbeit das Leben wieder Einzug halten. Dazu gehört auch ein neues Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche mit sozialen und psychischen Problemen.

Ronshausen – Bei einer Versammlung der Vereinsgemeinschaft Ronshausen – dem Zusammenschluss aller örtlichen Vereine – hat Bürgermeister Markus Becker, der auch Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft ist, jetzt die Pläne für die Jugendarbeit der Gemeinde vorgestellt. Gemeinsam mit Sozialpädagogin Diana Voigt-Hohoff, die für die kommunale Kinder- und Jugendarbeit zuständig ist, soll in Ronshausen nun das wiederbelebt werden, was viele Kinder und Jugendliche in den langen Monaten des Lockdowns so schmerzlich vermisst haben. „Unser Ziel ist es, nach den vielen Monaten mit Homeschooling und Kontaktbeschränkungen, in denen auch häufig große psychische und soziale Belastungen aufgetreten sind, den Kindern und Jugendlichen gezielt Hilfe anzubieten“, sagt die Sozialpädagogin. Dafür ist seitens der Gemeinde die Telefonnummer 0151 / 14 86 65 35 eingerichtet worden, unter der Betroffene, aber auch deren Eltern einen ersten Kontakt mit der Jugendarbeiterin aufnehmen können. „Wer sich telefonisch nicht traut, kann das auch schriftlich per E-Mail tun – dafür gibt es die Adresse SoS-Ronshausen@gmx.de“, sagt Bürgermeister Becker.

Wer bei ihr Hilfe suche, könne versichert sein, dass die Schweigepflicht gewahrt bleibe – „auch anonyme Anfragen werden beantwortet“, sagt Diana Voigt-Hohoff. Die Beratung sei kostenlos. „Wenn wir nicht selbst weiterhelfen können, werde ich über mein Netzwerk versuchen, auf jeden Fall die passende Hilfestellung zu vermitteln“, verspricht die 44-Jährige. Diana Voigt-Hohoff ist in Ronshausen bereits seit 2018 tätig – damals im noch vom Land Hessen finanzierten Suchthilfe-Projekt SOS, das die Gemeinde aufgrund des Erfolgs später auf eigene Kosten – mit einem Zuschuss des Landkreises Hersfeld-Rotenburg von 30 Prozent der anfallenden Personalkosten – weitergeführt hat.

So schnell wie möglich wiederbelebt werden soll auch der Ronshäuser Jugendraum. „Während der Zwangspause hat sich dort viel getan“, berichtet Markus Becker. Jetzt sollen die frisch renovierten und aufwendig umgestalteten Räume so schnell wie möglich erst den Gemeindevertretern und dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

„Endlich können wir dann dort mit der Jugendarbeit beginnen“, freut sich der Bürgermeister. Workshops, Bastelnachmittage und ein „Markt der Möglichkeiten“, bei dem die örtlichen Vereine ihre Jugendarbeit präsentieren können, um so das Interesse möglicher neuer junger Mitglieder zu wecken, sind nur ein Teil der Ideen mit denen Becker und Voigt-Hohoff die Räume nutzen wollen. „Außerdem wollen wir einen Kids-Club für Grundschulkinder gründen – mit Kreativ-Angeboten zum spielerische Erlernen von sozialen Kompetenzen“, sagt Voigt-Hohoff, die sich freut, dass nun endlich wieder Leben in die Bude kommt.

Von Peter Gottbehüt

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