Sparkasse gibt Flüchtlingen im Kreis Hersfeld-Rotenburg ein Konto

Hersfeld-Rotenburg. Asylbewerber, die längere Zeit im Kreis Hersfeld-Rotenburg bleiben, können ein Konto bei der Sparkasse eröffnen.

Das soll die Ausgabe des Taschengelds vereinfachen, aber auch den Weg in das Banksystem ebnen.

Weil Flüchtlinge in den verschiedenen Stadien des Asylverfahrens noch keine ausreichenden Ausweispapiere haben, gibt es einige Bedenken, ihnen ein Konto zu geben. Dabei geht es vor allem um die Vermeidung von Geldwäsche und anderer Straftaten, erklärt Sparkassen-Vorstandschef Reinhard Faulstich.

Die Bankenaufsicht Bafin hat die entsprechenden Regelungen vor dem Hintergrund der anhaltenden Flüchtlingswelle kürzlich gelockert. Das Angebot richtet sich an 173 der über 600 Flüchtlinge, die in der Obhut des Kreises sind. Sie werden von der Verwaltung extra vorgeschlagen.

Die Gebühren für das Guthabenkonto betragen etwa vier Euro. Sie werden vom monatlichen Taschengeld abgezogen. Asylanten, die eine Arbeitsstelle haben oder Hartz IV erhalten, zahlen direkt an die Sparkasse.

Landrat Dr. Michael Koch sieht das als Hilfe für die Flüchtlinge, die kein Recht auf ein Konto haben, obwohl es heute oft unabdingbar ist. Das Konto sei aber zugleich auch eine Entlastung für die Kreisverwaltung, die mit der Barauszahlung des Taschengelds viel Arbeit hat.

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Rubriklistenbild: © dpa

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