Ortsverein weist Kritik der CDU-Fraktion zurück - Klares Bekenntnis zu Muzkkka

SPD: Tourismus fördern

rotenburg. Fördergelder für Investitionen müssen im Interesse der Stadtentwicklung in Anspruch genommen werden. Diese Auffassung vertritt der SPD-Ortsverein Rotenburg. Er weist die Kritik der CDU-Stadtverordnetenfraktion, die SPD habe kein Augenmaß - wir berichteten -, zurück.

Die Stadt Rotenburg habe wenig Gewerbe- und Industriebetriebe, und es sei abzusehen, dass sich dies auch in Zukunft nicht ändern werde. Damit Rotenburg aber auch weiterhin eine lebendige und attraktive Stadt bleibe, brauche man Alternativen, erklärt die stellvertretende SPD-Vorsitzende, Elvira Walter-Rosner.

Eine Alternative sehe die SPD im so genannten sanften Tourismus. Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel sei es sinnvoll, diesen Bereich weiterhin auszubauen. Bis zum Jahr 2035 werde knapp die Hälfte der Menschen in Deutschland 50 Jahre und älter sein, jeder Dritte sei dann älter als 60.

Studien besagen laut SPD, dass in Zukunft mehr ältere Menschen reisen werden. Vor allem Kurzreisen innerhalb Deutschlands werden dabei einen breiten Raum einnehmen. Darauf müsse man reagieren. Im Wettbewerb um die Reisenden müsse die einzelne Stadt sich künftig mehr denn je auf den Tourismusmarkt durch ein positives und unverwechselbares Image profilieren. Dafür müssten die politisch verantwortlichen Gremien die entsprechende Infrastruktur schaffen. Deshalb sei es richtig, das Tourismusangebot durch Museen, wie das Muzkkka, oder auch mit einer Einkaufspassage, wie am Bahnhof geplant, zu erweitern.

Einen großen Anteil am Erfolg des Muzkkka hätten Professor Dr. Walther Keim und nicht zuletzt die vielen ehrenamtlichen Helfer, die vielfältige, freiwillige Dienste im Museum übernehmen, sagte Walter-Rosner. Deshalb sei es sinnvoll, die Entwicklung des Muzkkka, das von einem Verein getragen werde, weiter voranzutreiben, indem man optimale Voraussetzungen für weitere Ausstellungen schafft.

So sei es sinnvoll, Fördergelder, die für diese Art von Investitionen bereitstehen, in Anspruch zu nehmen. Walter-Rosner: „Es wäre kurzsichtig gedacht, diese Fördergelder, die nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stehen, nicht zum Wohle der Stadt zu beantragen“, sagte Walter-Rosner. Zumal die Stadt lediglich etwa 20 Prozent der Investitionskosten für dieses Vereinsprojekt zu tragen habe. „Es war deshalb richtig von der SPD-Fraktion, dem Nachtragshaushaltsplan mit der Erweiterung des Muzkkka zuzustimmen.“

Auch CDU-Zustimmung

Immerhin hätten auch sechs CDU-Abgeordnete, unter ihnen auch die Fraktionsvorsitzende, Dr. Rangkuty, dem Nachtrag zugestimmt, „wobei drei CDU-Abgeordnete unschlüssig waren und sich der Stimme enthalten haben“. (m.s.) HINTERGRUND

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